Das Ortskuratorium Stuttgart der Deutschen Stiftung Denkmalschutz hat ein ganz besonderes Ereignis ins Leben gerufen: ein Benefizkonzert, das zum Träumen und Mitswingen einlädt. Am 10. Mai 2026 wird die Evangelische Friedenskirche in Ludwigsburg zur Bühne für die leidenschaftlichen Klänge des argentinischen Tangos. Hier kommt „Misatango“ zum Einsatz, ein Werk des Komponisten Martín Palmeri, das nicht nur die Herzen berührt, sondern auch die Füße zum Mitwippen anregt. Unter der Leitung von Till Drömann wird der Bosch Chor Stuttgart von dem Ensemble Tango Si! begleitet – eine musikalische Liaison, die das Sakrale mit dem Sinnlichen verbindet.

„Misatango“, auch bekannt als „Misa a Buenos Aires“, ist eine Messevertonung, die 1996 in Buenos Aires uraufgeführt wurde. Sie vereint den klassischen Aufbau der katholischen Liturgie – Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus, Agnus Dei – mit dem feurigen Rhythmus des Tangos. Der Komponist Martín Palmeri, der 1965 in Buenos Aires geboren wurde, bringt seine vielfältigen Erfahrungen als Chorleiter und Tango-Arrangeur in dieses Werk ein. Man hört die Fugen im Kyrie und das „Dona nobis pacem“ des Agnus Dei und kann nicht anders, als sich in die Melodien zu verlieren.

Ein Abend voller musikalischer Höhepunkte

Die Zuhörer dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Konzertprogramm freuen. Neben der Aufführung von „Misatango“ wird das Ensemble Tango Si! auch traditionelle Tangos, Valses, Milongas und Tango Nuevo spielen. Geplant sind unter anderem Werke von Emilio Balcarce, Julián Plaza, Coco Nelegatti und dem berühmten Astor Piazzolla, dessen „Libertango“ sicherlich für einige Gänsehaut-Momente sorgen wird.

Aber das ist noch nicht alles! Der Abend wird nicht nur zur Feier der Musik, sondern auch zur Unterstützung der Restaurierung der Walcker-Orgel in der Friedenskirche genutzt. Der Eintritt ist frei, doch die Veranstalter bitten um Spenden – eine noble Geste, die zeigt, dass Kunst und Denkmalschutz Hand in Hand gehen können.

Martín Palmeri: Ein Meister des Tangos

Martín Palmeri ist nicht einfach nur ein Komponist; er ist ein wahrer Maestro, dessen Werke bereits in vielen Ländern aufgeführt wurden. Mit Wurzeln, die bis nach Italien und Dänemark reichen, hat er eine musikalische Sprache entwickelt, die Tango und kirchenmusikalische Elemente auf einzigartige Weise verbindet. Zu seinen bekanntesten Werken zählt die „Misa a Buenos Aires“, die nicht nur in Argentinien, sondern auch in Deutschland große Beachtung fand. Die erste Aufführung hierzulande fand 2004 im Faust-Gymnasium Staufen statt.

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Sein Schaffen ist beeindruckend und vielfältig. Palmeri hat zahlreiche Preise für seine Kompositionen erhalten, darunter Auszeichnungen für seine Arrangements und Sinfonischen Werke. In der kommenden Zeit dürfen wir uns auf weitere Höhepunkte freuen, wie die europäische Erstaufführung seines Requiems, das 2026 in Leverkusen und Arnsberg zur Aufführung kommt.

Die Friedenskirche in Ludwigsburg, die diesen Abend beherbergt, ist nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein kulturelles Highlight. Die Restaurierung der Kirche und der Walcker-Orgel wurde von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unterstützt, was zeigt, wie wichtig solche Denkmäler für unsere Kultur sind. Hier wird Tradition lebendig, und das Publikum kann sich auf eine unvergessliche Nacht voller Emotionen und musikalischer Leidenschaft freuen.