Nahverkehrsrevolution in Lörrach: Barrierefreiheit und moderne Busanbindungen im Fokus
In Lörrach tut sich was im Nahverkehr! Am 23. Juli 2026 wird der Gemeinderat sich intensiv mit den neuen Anforderungen an den Nahverkehr in Verbindung mit der geplanten Dreilandklinik auseinandersetzen. Die Anträge der Freien Wähler und der SPD sind klar formuliert: Es geht um bessere Busverbindungen, lesbare Fahrpläne und vor allem um einen barrierefreien Ortsbus. Ein wichtiges Anliegen, denn Barrierefreiheit ist nicht nur ein Schlagwort, sondern eine Notwendigkeit, die alle betrifft.
Die SPD hat zudem die Prüfung einer direkten Verlängerung der Buslinie 16 zur Dreilandklinik gefordert. Das klingt doch nach einem Schritt in die richtige Richtung! Ebenfalls gefordert wird die Sicherstellung der Erreichbarkeit des Tafelladens in Brombach. Das ist schließlich ein wichtiger Anlaufpunkt für viele Bürger. Man darf nicht vergessen, dass die Eröffnung der Klinik bis zu 14.000 zusätzliche Autofahrten pro Tag mit sich bringen könnte – vor allem in den Stadtteilen Brombach, Haagen und Hauingen. Ein echtes Verkehrsproblem, das dringend angepackt werden muss.
Fahrgastinformationen und Haltestellen
Die Stadtverwaltung hat die Anträge bereits zur Prüfung empfohlen. Die Stadtwerke sollen nach der Sommerpause verschiedene Varianten vorstellen. Die Umsetzung der Busanbindung wird jedoch frühestens zum Fahrplanwechsel 2027 erfolgen. Ein wenig Geduld ist also gefragt. Die Freien Wähler haben den Wunsch geäußert, die Vorschläge des Verkehrsexperten Roland Morlock persönlich erläutert zu bekommen. Allerdings steht die Stadtverwaltung dem Morlock-Antrag skeptisch gegenüber und schlägt dessen Ablehnung vor, da es sich nur um punktuelle Verbesserungen handelt.
Ein weiterer SPD-Antrag zielt auf die Verbesserung der Fahrgastinformationen an den Bushaltestellen ab. Hierbei sind größere, kontrastreiche und barrierefreie Fahrpläne in Kombination mit solarbetriebenen LED-Beleuchtungen und QR-Codes im Gespräch. Das klingt nach einem modernen ÖPNV! Haltepunkte für das Anrufsammeltaxi sollen zudem deutlicher gekennzeichnet werden. Teststandorte für diese Verbesserungen könnten die Haltestelle Weinbrennerstraße oder der Busbahnhof sein. Ein spannendes Vorhaben, das die Nutzung des Nahverkehrs sicherlich erleichtern würde.
Vorbereitungen für die Zukunft
Die Stadtwerke sind beauftragt, die Vorschläge zu prüfen und nach der Sommerpause über Kosten und Umsetzung zu berichten. Ein Antrag auf einen neuen Elektro-Kleinbus für die Linie 10 wird hingegen nicht weiterverfolgt, was einige überraschen mag. Hier wären die Forderungen nach Barrierefreiheit und emissionsfreiem Antrieb in Zukunft wichtig, besonders bei künftigen Fahrzeugkäufen. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird.
Im Kontext der ÖPNV-Strategie 2030 ist Barrierefreiheit ein zentrales Element. Die Mobilitätsangebote müssen für alle zugänglich sein, um die Daseinsvorsorge zu gewährleisten. Das betrifft nicht nur die Haltestellen, sondern die gesamte Reisekette. Fahrzeuge müssen barrierefrei sein und kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt werden. Regiobusse sollten niederflurig und mit Klapprampe ausgestattet sein. Außerdem sind Mehrzweckflächen für Rollstühle, Fahrräder und Kinderwagen Pflicht. Der barrierefreie Ausbau des ÖPNV wird über das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) gefördert, was die Gemeinden und Verkehrsunternehmen in ihrer Planung unterstützen kann.
Die Mehrheit der Bahnstationen liegt im Eigentum der Deutschen Bahn AG, die für die Barrierefreiheit zuständig ist. Hier wird der Druck auf die Verantwortlichen wachsen, denn die Ertüchtigung von Bahnstationen wird über verschiedene Programme gefördert. Es bleibt zu hoffen, dass die Anträge und Vorschläge der Lörracher Bürger und der Stadtverwaltung nicht in der Schublade verschwinden, sondern tatsächlich in die Tat umgesetzt werden. Denn nur so kann der Nahverkehr in der Stadt zukunftsfähig und bürgerfreundlich gestaltet werden.
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