In einer Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik (AUT) haben die Stadtwerke Lörrach über die neuesten Entwicklungen im Stadtbusverkehr informiert. Der Betrieb, der weiterhin von der SWEG durchgeführt wird, hat sich seit September 2025 weitgehend normalisiert. Dies ist eine willkommene Nachricht für die Fahrgäste, die in den letzten Jahren mit Herausforderungen konfrontiert waren. Im vergangenen Jahr wurden zudem drei Haltestellen barrierefrei umgebaut: Senigallia Platz, Haagen Zentrum und Stetten Grenze, und auch für dieses Jahr sind weitere Umbauten geplant, darunter der Karl-Herbster-Platz und die Weinbrennerstraße.
Ein weiterer positiver Aspekt sind die neuen Fahrgastunterstände, die seit 2023 mit Dachbegrünung ausgestattet werden. Diese Maßnahmen tragen nicht nur zur Verbesserung des Stadtbildes bei, sondern auch zur ökologischen Nachhaltigkeit. Ab 2026 sind Großbaustellen in Lörrach geplant, die den Busverkehr beeinflussen werden, so dass beispielsweise die Linie 8 während der Teichstraße-Sperrung umgeleitet werden muss.
Neue Anbindungen und Fahrgastzahlen
Ab dem nächsten Jahr wird es eine neue Bus-Anbindung an das Dreiland-Klinikum geben. Die Verbindungen von Lörrach über den Bahnhof Brombach/Hauingen werden im 30-Minuten-Takt erfolgen, während an Sonn- und Feiertagen stündliche Busverbindungen geplant sind. Außerdem wird geprüft, ob zusätzliche Fahrten für die Frühschicht angeboten werden können. Diese Entwicklungen sind Teil des kontinuierlichen Bestrebens der Stadt Lörrach, den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern und die Nutzung zu fördern.
Im Jahr 2022 wurde das Anrufsammeltaxi (AST) 2700 Mal genutzt, und die Ortsbuslinie 10 beförderte über 5700 Personen, was einem Anstieg von 800 Fahrgästen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders erfreulich: 400 dieser Fahrten wurden von mobilitätseingeschränkten Personen genutzt. Die dynamische Fahrgastinformation (DFI), die im Frühjahr 2025 an der Haltestelle Senigallia Platz installiert wurde, zeigt die Abfahrtszeiten in Echtzeit an und erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit.
Fahrpläne und Zukunftsausblick
Die Fahrpläne an den Haltestellen werden regelmäßig aktualisiert, um den Bedürfnissen der Fahrgäste gerecht zu werden. Der jährliche Bericht der Stadtwerke, der am 16. April 2026 im Ausschuss für Umwelt und Technik vorgestellt wird, wird betriebliche Entwicklungen sowie laufende und geplante Maßnahmen im ÖPNV umfassen. Es sind keine Änderungen im Stadtbusverkehr zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 geplant, außer baustellenbedingte Anpassungen. Ab Dezember 2026 wird der Stadtbusverkehr dann von SWEG übernommen, während die Ortsbus- und AST-Verkehre von Maxi Taxi durchgeführt werden.
Die kontinuierlichen Investitionen in den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen und die Installation der begrünten Fahrgastunterstände sind nur einige der Initiativen, die die Stadt Lörrach ergreift, um den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu gestalten. Die Stadtwerke nehmen Anregungen und Hinweise per E-Mail entgegen, um den Service weiter zu verbessern.
Öffentlicher Nahverkehr als Teil der Verkehrswende
Der öffentliche Personenverkehr ist ein zentraler Bestandteil der Verkehrswende in Deutschland. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen im Verkehr zu reduzieren und die Klimawirkung von Flugzeugen und PKWs zu verringern. In Anbetracht der rund 2800 Verkehrstoten im Jahr 2024 ist es auch wichtig, den PKW-Verkehr zu reduzieren, um die Anzahl der Verkehrsunfälle zu senken. Ein gut funktionierender öffentlicher Nahverkehr kann zudem die Lärmbelastung für Anwohner:innen verringern und die Aufenthaltsqualität in Städten verbessern.
Die Bundesregierung strebt an, die Fahrgastzahlen mit der Bahn bis 2030 zu erhöhen. Während eine Vorgängerregierung von einer Verdopplung der Fahrgastzahlen sprach, hat die aktuelle Regierung kein konkretes Ziel festgelegt (Stand Juni 2025). Im Jahr 2024 hatte der Schienenpersonenverkehr einen Anteil von rund zehn Prozent am Modal Split des Personenverkehrs in Deutschland. In diesem Kontext ist es umso wichtiger, dass Städte wie Lörrach ihre Anstrengungen im ÖPNV weiter intensivieren.