In Lörrach, der charmanten Stadt im Dreiländereck, wurde kürzlich der Klimaschutzbericht für die Jahre 2022 und 2023 veröffentlicht. Ein Blick auf die Zahlen offenbart, dass trotz ermunternder Fortschritte die Stadt hinter ihren eigenen Zielvorgaben zurückbleibt. Die Treibhausgasemissionen wurden von 2021 bis 2023 um rund 8 % gesenkt – das sind in etwa 23.300 Tonnen CO₂-Äquivalente. Das klingt doch schon mal ganz gut, oder?
Besonders erfreulich ist der deutliche Rückgang des Energieverbrauchs in verschiedenen Bereichen. Im Bereich der Haushalte sank der Verbrauch um beeindruckende 18,75 %. Die kommunale Fahrzeugflotte konnte sogar einen Rückgang von 27,5 % verzeichnen. Auch die Industrie und der Gewerbesektor tragen ihren Teil bei, wenn auch in geringerem Maße – hier liegt die Einsparung bei 3,8 % und 4,65 % respektive. Die Emissionen pro Einwohner belaufen sich im Jahr 2023 auf etwa 5,22 Tonnen CO₂-Äquivalente. Damit liegt Lörrach unter dem bundesweiten Durchschnitt von 8,1 Tonnen und auch unter dem Landeswert von Baden-Württemberg mit 5,6 Tonnen.
Langfristige Ziele und Herausforderungen
Seit 1990 hat die Stadt die Treibhausgasemissionen um rund 59 % gesenkt, und das trotz eines kontinuierlichen Bevölkerungswachstums. Ein positiver Trend ist auch der Anstieg des Anteils erneuerbarer Energien im Energiemix zu verzeichnen. Allerdings sind die THG-Emissionen im Jahr 2023 um etwa 11 % höher als der gesetzte Zielwert. Das ambitionierte Ziel der Stadt bleibt die jährliche Reduktion der Emissionen um 7,5 % und eine klimaneutrale Bilanz bis 2040.
Doch wo drückt der Schuh? Es gibt Handlungsbedarf, insbesondere im Bereich des privaten Gebäudebestands. Hier schlummern enorme Potenziale, die durch energetische Sanierungen gehoben werden könnten. Auch der Verkehrssektor ist ein Sorgenkind: Die Emissionen sind kaum gesenkt worden. Insgesamt verursachen Haushalte und Verkehr rund 72 % der gesamten Emissionen in Lörrach. Das ist schon eine Hausnummer, wenn man bedenkt, wie viel Luft nach oben da noch ist!
Ein Blick nach oben – auf die Bundesregierung
Ein weiterer Faktor, der für frischen Wind sorgen könnte, ist das Klimaschutzprogramm 2026 der Bundesregierung. Mit dem Ziel der Treibhausneutralität bis 2045 hat die Regierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, die auch den Kommunen wie Lörrach zugutekommen sollen. Die geplante Reduzierung des Erdgas- und Kohleverbrauchs um 6,5 Millionen Tonnen CO₂ bis 2030 könnte für die Stadt ein echter Schub sein. Und der Ausbau von 12 Gigawatt Windstrom an Land? Das klingt nach einer Menge frischer Energie!
Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der Förderung von Elektrofahrzeugen. Bis zu 800.000 Elektro-Pkw sollen für Privatpersonen mit kleinerem und mittlerem Einkommen gefördert werden. Ein gelungenes Konzept, um umweltfreundlicher unterwegs zu sein! Und nicht zu vergessen: Die Unterstützung für energetische Sanierungen im Gebäudesektor könnte auch Lörrach auf die Sprünge helfen.
Die Zeit ist reif für Veränderungen. Die Stadt hat zwar schon einen guten Weg eingeschlagen, doch die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Gerade jetzt ist es wichtig, dass sowohl Bürger als auch Stadtverwaltung an einem Strang ziehen, um die gesteckten Ziele zu erreichen und gemeinsam eine grünere Zukunft zu gestalten.