In Lörrach brodelt es – und das nicht nur, weil die Temperaturen steigen! Das Hallenbad der Stadt steht auf der Kippe: Sanierung oder Neubau? Die ersten Kostenschätzungen liegen bei satten 22 Millionen Euro. Das klingt erstmal nach einer astronomischen Summe, oder? Aber der Oberbürgermeister Lutz hat ein paar Sorgenfalten mehr auf der Stirn. Die finanzielle Lage der Stadt ist durch exogene Schocks wie Corona, Kriege und steigende Zölle alles andere als rosig. Und auch die Baupreise haben sich in schwindelerregende Höhen geschraubt, was die Situation zusätzlich belastet.

Besonders hart trifft es den Sport. Das Hallenbad ist nicht nur ein Ort für das morgendliche Schwimmtraining, sondern auch ein wichtiger Anlaufpunkt für den Vereinssport, Schwimmunterricht und therapeutische Anwendungen. An allen Ecken und Enden wird die Notwendigkeit des Hallenbads betont, auch wenn der Kämmerer Peter Kleinmagd auf die kommunalen Fördermittel von 29 Millionen Euro hinweist, die im Verhältnis zu den benötigten Investitionen eher wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirken.

Die Herausforderungen der Sanierung

Die bürokratischen Hürden sind ein weiteres Kapitel für sich. Sie verlängern die Planungszeiten der Bauprojekte und machen die Sache nicht einfacher. Lutz fordert deshalb, dass neue Auflagen von Bund und Land auch finanziell unterstützt werden müssen – das berühmte Konnexitätsprinzip. Die Stadt hat bereits fristgerecht Förderanträge im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ eingereicht. Hier soll es um die Umsetzung notwendiger Sanierungsmaßnahmen an zentralen Sportstätten gehen. Ein kleiner Lichtblick, könnte man sagen.

Die Antragstellung betrifft gleich mehrere Projekte. An erster Stelle steht der Rosenfelscampus, wo drei Schulen und zahlreiche Vereine aktiv sind. Hier wird ein Budget von etwa 840.000 Euro benötigt, um die Sicherheit und Nutzbarkeit der Anlage zu gewährleisten. Ein wenig mehr Zeit sollten die Planer jedoch einplanen, denn die Umsetzung ist für 2026–2027 vorgesehen.

Die Rolle des Hallenbads in der Gemeinschaft

Und dann gibt es da noch die Schlossberghalle – ein weiteres Sorgenkind. Hier sind Bau- und Technikmängel an Dach, Fenstern und der gesamten Elektrotechnik zu beklagen. Das Budget für die notwendigen Maßnahmen beläuft sich auf rund 4,23 Millionen Euro. Ein weiteres Projekt, das die Stadt in den kommenden Jahren vorantreiben möchte. Die Notwendigkeit des Hallenbads wird in der Zwischenzeit von vielen Seiten hervorgehoben. Trotz der finanziellen Herausforderungen und ungewisser Aussichten bleibt die Hoffnung, dass das Hallenbad in der nächsten Saison wieder geöffnet werden kann.

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Ein weiterer Blick auf das Projekt „Zukunft Hallenbad“ zeigt, dass es hier um weit mehr als nur die Sanierung geht. Modernisierung der Technik und Steigerung der Energieeffizienz stehen im Vordergrund. Hohe Betriebskosten und steigende Anforderungen an die Nutzung machen diese Maßnahmen dringend notwendig. Auch hier sind Fördermittel beantragt, und die Stadt verfolgt eine vorausschauende Finanz- und Investitionsstrategie. Geplant ist, die Arbeiten voraussichtlich ab 2026 nach einer Förderzusage anzugehen.

Ein Schritt in die Zukunft

Das Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur gibt es nun schon seit 2016. Es soll dabei helfen, den Sanierungsstau bei sozialen Infrastrukturen abzubauen. Gerade Schwimmhallen und Sportstätten spielen eine zentrale Rolle in der Gesellschaft, das ist unbestritten. Die Förderung, die bis 2021 bereits 904 Projekte mit rund 1,5 Milliarden Euro umfasste, zeigt, wie wichtig die Unterstützung der Kommunen ist.

Die Stadt Lörrach steht also vor einer großen Herausforderung, aber auch vor einer Chance. Die Förderung könnte der Schlüssel sein, um die dringend benötigten Sanierungen anzugehen und das Hallenbad für die kommenden Generationen zu sichern. Die nächsten Schritte werden entscheidend sein – und die Stadt wird alles daran setzen, dass das Hallenbad nicht nur ein Traum bleibt.

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