In der Stadt Lörrach war am 26. Oktober 2025 wieder einmal richtig was los. Die Feuerwehr führte eine beeindruckende Abschlussübung durch, bei der das Szenario einen Unfall zwischen der Konrad-Adenauer-Straße und der Basler Straße darstellte. Um 19:05 Uhr wurde der Alarm ausgelöst, und die Einsatzkräfte machten sich schnell auf den Weg. Insgesamt waren 73 Einsatzkräfte vor Ort, darunter Fachberater des Technischen Hilfswerks sowie Experten für Wasser und Gas, um der Situation Herr zu werden. Anwohner in Stetten konnten das Ausrücken der Fahrzeuge beobachten; der Einsatzort wurde gesperrt, um den Helfern ungestörte Arbeit zu ermöglichen.
Die Übungen beinhalteten Löschzüge, Rüstzüge, und sogar Multicopter und Drohnen. Eine technische Besonderheit war der Gerätewagen „Mess-Tech“, der neben der Absturzsicherung im Einsatz war. Unter Leitung von Pietro Parasiliti und seinen Abschnittsleitern Andreas Rogler, Mathias Spinner und Thomas Steinmann wurde der Rüstungswagen positioniert, der mit Hydraulikgeräten wie Schere und Spreizer ausgestattet war. Sie stehen bei den Einsatzkräften hoch im Kurs, vor allem, wenn es darum geht, Fahrer aus beschädigten Fahrzeugen zu befreien.
Technische Herausforderungen meistern
Ein Tanklöschfahrzeug war bereit, um im Brandfall schnell eingreifen zu können. Die Herausforderung: Benzin war ausgelaufen, und Bindemittel wurde gestreut, um die Umweltschäden zu begrenzen. Atemschutzmasken waren bei den Wehrleuten nicht nur ein Gegenstand der Prävention, sondern auch eine Notwendigkeit, da weitere Verletzte gefunden wurden, die aus den Fahrzeugen geschleudert waren. Hierbei kamen moderne Drohnentechnologien zum Einsatz, die einen wertvollen Überblick über die gesamte Lage ermöglichten.
Interessanterweise mussten auch drei Mitarbeiter der Abwasserbeseitigung aufgrund des Verdachts auf Benzin im Kanalsystem eingreifen. Das Zusammenspiel verschiedener Abteilungen und die effektive Kommunikation zwischen den Einsatzkräften wurden durch diese Übung in realistischen Bedingungen gestärkt. Nach dem offiziellen Ende um 20:30 Uhr war es dann wichtig, alle Spuren des Einsatzes gewissenhaft zu beseitigen. Oberbürgermeister Jörg Lutz zeigte sich während des Events unter den Zuschauern und lobte die hervorragende Arbeit der Männer und Frauen in Uniform.
Schadstoffübung in Wilhelmsburg
<pAuch die Feuerwehr in Wilhelmsburg kann auf ihre eigene spannende Übung zurückblicken. Am 19. Juni 2023 fand eine Schadstoffübung statt, bei der ein Transporter mit zwei Kanistern unbekannter Flüssigkeit in den Fokus geriet. Eines der Gebinde war umgefallen, was das Austreten des Gefahrguts in das Erdreich zur großen Gefahr machte. Der Fahrer, der aufgrund der austretenden Dämpfe das Bewusstsein verlor, stellte die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen.
Die Feuerwehr Wilhelmsburg rückte mit einem HLF 3, KDOF-A und einem VF-A aus, um sich auf den Ernstfall vorzubereiten. Die Erkundergebnisse zeigten, dass nur umluftunabhängiger Atemschutz für die Einsatzkräfte notwendig war, sodass sich das Atemschutztrupp mit Schutzausrüstung ausstatten konnte. Diese Übungen sind ein spannender Teil der Ausbildung, die auch bei der BOS Academy in Kaiserslautern angeboten wird. Dort stehen nicht nur reguläre Weiterbildungen für Einsatzkräfte auf dem Plan, sondern auch Schulungen für spezielle Situationen, die in den derzeitigen Situationen erforderlich sein können.
Die Arbeit der Feuerwehren wird laufend fortentwickelt, um zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein. Ob bei einem Chemieunfall oder einem schweren Verkehrsunfall – die Übungen zeigen, wie wichtig regelmäßige Schulungen und die Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen sind. Nur durch ständige Weiterbildung und Training können die Einsatzkräfte reagieren, wenn es darauf ankommt.