Das Dreiländermuseum in Lörrach steht vor einem aufregenden Wandel! Nach fast 25 Jahren der gleichen Dauerausstellung ist es höchste Zeit für eine Frischzellenkur. Jan Merk, der 2023 als Leiter zurückkehrte, hat sich klar positioniert: „Punktuelle Modernisierungen reichen nicht mehr aus.“ Die Welt hat sich verändert, und damit auch die Bedürfnisse und Erwartungen der Besucher. Ein ganz neues Konzept soll die Geschichte und Gegenwart der Dreiländerregion zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz in einem modernen Licht präsentieren – ganz nach dem Motto: Vergangenheit trifft auf Zukunft!

Die aktuelle Ausstellung behandelt bereits die Geschichte und die kulturellen Verflechtungen dieser einzigartigen Region. Aber was wird sich jetzt konkret ändern? Das Museumsteam plant eine umfassende Erneuerung, die bis Ende 2028 – also rechtzeitig zum 100-jährigen Bestehen des Lörracher Museumsvereins – abgeschlossen sein soll. Es wird nicht nur um frische Farben und neue Exponate gehen, sondern auch um eine stärkere Ansprache jüngerer Besucher. Digitale Angebote und zeitgenössische Themen werden eine zentrale Rolle spielen. Migrationsbewegungen und deren Auswirkungen auf das Leben der Menschen im Dreiländereck werden in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg thematisiert. Das klingt doch spannend!

Kunst und Interaktion im Fokus

Einer der interessantesten Aspekte des geplanten Umbaus ist der Treppenaufgang, der zum „Rückgrat der Kunst“ gestaltet werden soll. Es wird bedeutende Kunstwerke geben, die die Besucher auf ihrem Weg durch die Ausstellung begleiten. Darüber hinaus sind kleine „Kunsträume“ vorgesehen, die einen emotionalen Einstieg in die Themen der jeweiligen Etage bieten. Und das ist noch nicht alles: Mitmachstationen bleiben ein wichtiges Element der Präsentation, um das Erleben der Geschichte interaktiv zu gestalten.

Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der Finanzierung der Modernisierung. Die Stadt kann die Umgestaltung nicht alleine stemmen, aber Merk betont, dass keine horrenden Millionenbeträge notwendig sind. Drittmittel, Fördergelder und Spenden spielen eine entscheidende Rolle. Geplante Zuschüsse kommen von namhaften Stellen wie der EU-Interreg, der Stiftung „Orte der deutschen Demokratiegeschichte“, dem Lörracher Museumsverein und der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden. Das Deutsche Literaturarchiv Marbach wird sich ebenfalls finanziell für das Thema Johann Peter Hebel engagieren. So wird aus einem großen Wurf vielleicht ein ganz großer Wurf!

Ein trinationales Erlebnis

Das Dreiländermuseum hat schon immer eine besondere Verbindung zu den Ländern, die es repräsentiert. Es lädt die Besucher ein, die Dreiländerregion auf eine ganz eigene Art und Weise zu entdecken. Die Dauerausstellung bietet einen trinationalen Ansatz und behandelt die Geschichte, Kultur und Entwicklung der Region. Schon seit dem 20. Jahrhundert leben hier Menschen, die verschiedenen Staaten angehören, und diese Vielfalt spiegelt sich in der Präsentation wider. Fragen zu den Auswirkungen von Grenzen auf Politik, Wirtschaft und das tägliche Leben sind ebenso Teil des Konzepts wie Originalstücke und historische Dokumente.

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Ein weiterer Pluspunkt: Die Ausstellung wird in zwei Sprachen angeboten – Deutsch und Französisch – und ist damit für ein breites Publikum zugänglich. Die sorgfältige Gestaltung der Museumsräume sorgt dafür, dass sich jeder Besucher wohlfühlt und die Inhalte in Ruhe aufnehmen kann. Es bleibt spannend, wie das Museum in den kommenden Jahren wachsen wird und welche Geschichten es noch zu erzählen hat.