Am vergangenen Sonntag, dem 26. April 2026, erlebte Konstanz ein fröhliches Velo-Picknick, das nicht nur die Radfahrerherzen höher schlagen ließ, sondern auch die Verbindung zwischen den beiden Schwesterstädten Konstanz und Kreuzlingen feierte. Unter strahlendem Frühlingswetter eröffnete der Fanfahrenzug der Niederburg die Veranstaltung, während die Bürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn von Konstanz und Thomas Niederberger von Kreuzlingen die Teilnehmer mit herzlichen Begrüßungsreden willkommen hießen.
Gestartet wurde im malerischen Seeburgpark, der speziell für Radfahrer geöffnet war. Die Teilnehmer hatten die Wahl zwischen einer familientauglichen Strecke und einer längeren Route durch den Stadtteil Paradies, was für jeden Geschmack etwas bot. Begleitet von den mitreißenden Klängen des grenzenlosen Rock- und Popchors, führte die Tour über den ehemaligen Hauptzoll, was den Teilnehmern ein besonderes Erlebnis bot.
Ein Fest für Jung und Alt
Das Event war nicht nur für die Radfahrer ein Highlight. Das Team der BOSSeBIKE Werkstatt war vor Ort, auch wenn sie keinen eigenen Stand hatten. Jürgen Ulrich, ein Sprecher der Veranstaltung, hob den länderübergreifenden Aspekt hervor, der die beiden Städte verbindet und die Gemeinschaft fördert. Die Veranstaltung wurde vom Stadtmarketing beider Städte organisiert, um die Radkultur zu stärken und die Menschen zu motivieren, das Radfahren zu fördern.
Nach der Tour erwartete die Teilnehmer ein herzlicher Empfang durch die Showgruppe des Tambourenvereins Kreuzlingen. An verschiedenen Ständen wurden Wurst, Kuchen und sogar kostenlose Rad-Checks angeboten. Die Kreisverkehrswacht Konstanz Hegau nutzte die Gelegenheit, um über Verkehrssicherheit und das Tragen von Helmen aufzuklären. Auch Organisationen wie der ADFC und der Mountainbike Club Konstanz waren vertreten, um für die Radfahrgemeinschaft zu werben.
Aktion und Unterhaltung
Ein echter Höhepunkt der Veranstaltung war der BMX-Profi Dustin Alt, der mit seinen beeindruckenden Stunts das Publikum begeisterte. Die Kinder hatten die Möglichkeit, selbst Stunts auszuprobieren und ernteten dafür viel Applaus von den Zuschauern. Solche Aktionen fördern nicht nur das Interesse am Radfahren, sondern stärken auch das Gemeinschaftsgefühl.
Solche Veranstaltungen sind ein wichtiger Schritt in Richtung einer besseren Radinfrastruktur und einer nachhaltigen Verkehrswende. Immer mehr Kommunen, wie es auch in Konstanz der Fall ist, setzen auf die Förderung des Radverkehrs. Radverkehrsbeauftragte werden eingestellt, und die Bürger*innen fordern von der Kommunalpolitik eine stärkere Unterstützung für den Radverkehr. Die Radverkehrsförderung gilt als aktiver kommunaler Klimaschutz und ist entscheidend für die Zukunft mobiler Städte.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bundesregierung hat mit dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ die Finanzierung von Radinfrastruktur erheblich verbessert, was eine positive Wendung für die Entwicklung moderner Radinfrastruktur bedeutet. Gut ausgebaute Radinfrastruktur kann nicht nur den Tourismus unterstützen, sondern auch die Verkehrssicherheit erhöhen. Es ist wichtig, dass Radverkehrsnetze sicher, direkt und lückenlos sind, um mehr Menschen dazu zu bewegen, das Rad zu nutzen.
Die Dokumentation zur Förderung des Radverkehrs von DStGB und ADFC bietet Kommunalpolitikern und Verwaltungsmitarbeitern wertvolle Einblicke in Gestaltungsmöglichkeiten und finanzielle Förderprogramme. So wird die Vision einer lebendigen Radkultur, wie sie beim Velo-Picknick in Konstanz zelebriert wurde, auch zukünftig in vielen Städten Realität werden.