Die Welt des Tanzes ist oft ein schillerndes Spektakel voller Glanz und Glamour. Doch hinter den strahlenden Lichtern und dem Applaus verbirgt sich oft eine Geschichte von Entbehrungen, Leidenschaft und unermüdlichem Streben nach dem Traum. Marta Arndt, eine der bekanntesten Profitänzerinnen Deutschlands, kennt diesen Weg nur zu gut. Geboren am 27. Oktober 1989 in Kluczbork, Polen, zog sie im Alter von 11 Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland. Hier begann sie 2003, sich dem Tanzsport zu widmen – eine Entscheidung, die nicht nur ihre Karriere, sondern ihr ganzes Leben prägen sollte.
Arndt hat bereits sieben Mal an der beliebten RTL-Tanzshow „Let’s Dance“ teilgenommen, und ihre Reise war alles andere als einfach. Mit 17 Jahren sorgte sie sich ernsthaft um ihre finanzielle Situation. Um einen Tanzpartner für Wettkämpfe zu finden, aß sie zwei Wochen lang nur ein Brötchen pro Tag und nahm dabei fünf Kilogramm ab! Trotzdem gab sie nie auf. Ihre Hingabe und Entbehrungen zahlten sich aus: Sie wurde Vize-Europameisterin und Vize-Weltmeisterin in Professional Latein Tanz, zudem zweimal deutsche Meisterin. 2017 krönte sie ihre Leistungen mit dem ersten Platz bei der Weltmeisterschaft in der Professional Division – ein Moment, der vermutlich wie ein Traum für sie war.
Der Weg zum Erfolg
Die Tanzkarriere von Marta Arndt nahm 2012 mit ihrer Teilnahme an „Let’s Dance“ richtig Fahrt auf. Ihr erster Partner in der Show war Lars Riedel. Im Jahr 2017 tanzte sie mit Giovanni Zarrella, mit dem sie das Halbfinale erreichte und den vierten Platz belegte. Über die Jahre hinweg stellte sie immer wieder ihr Können unter Beweis, auch wenn sie in den letzten Jahren mit verschiedenen Partnern, wie Chakall und Özcan Coşar, frühzeitig ausscheiden musste. Doch das hielt sie nicht davon ab, 2024 erneut auf die Tanzfläche zurückzukehren – und zwar mit Sänger Milano, den sie schon zuvor für den Gruppentanz trainiert hatte. Ihre harte Arbeit zahlte sich aus: In der ersten Show sammelte das Paar 14 Punkte und schaffte es eine Runde weiter.
Die Unterstützung ihrer Eltern war für Marta von großer Bedeutung, auch wenn sie in schwierigen Zeiten zeitweise nicht genug Geld für Essen hatte. Ihre Hingabe an den Tanzsport ist bewundernswert. Sie investierte sogar ihr gesamtes Geld, einschließlich der Gage ihrer ersten „Let’s Dance“-Teilnahme, in ihre Leidenschaft. In einem Interview bezeichnete Motsi Mabuse Arndt als „Ausnahmetalent“ – und das zu Recht! Denn ihre Erfolge sprechen für sich: 2015 wurde sie Zweite bei der Weltmeisterschaft und der Europameisterschaft in der Kategorie Latein Professionals, 2016 folgten weitere Siege bei verschiedenen Wettbewerben.
Ein Leben für den Tanz
Seit Ende 2021 ist Marta Arndt nicht nur Tänzerin, sondern auch Trainerin und Abteilungsleiterin Tanzsport beim SSC Karlsruhe. Ihre Erfahrungen und ihre Leidenschaft gibt sie nun an die nächste Generation weiter. „Let’s Dance“ hat sich seit 2006 zu einer der beliebtesten Tanzshows im deutschen Fernsehen entwickelt, und Arndt ist ein fester Bestandteil dieses Erfolgs. Jährlich strahlen die Profis ihre Leidenschaft für den Tanz aus und bringen die Prominenten auf ein Niveau, das selbst die Jury begeistert. Es ist ein Spektakel, das nicht nur unterhält, sondern auch den Tanzsport in die Wohnzimmer der Zuschauer bringt.
Die kommende Staffel wird mit Sicherheit spannend, und man darf gespannt sein, wie sich Marta Arndt und Milano schlagen werden. Ihr Traum, der Tanzsport zu leben und zu lehren, bleibt ungebrochen. Und das ist – ganz ehrlich gesagt – einfach nur inspirierend!