Am 29. März 2026 wird das Badische Staatstheater Karlsruhe mit einer halbszenischen Aufführung von „La Straniera“ die Bühnenvorhänge öffnen. Diese Oper von Vincenzo Bellini, die 1829 an der Mailänder Scala uraufgeführt wurde, ist Bellinis vierte und weniger bekannte Oper, erlebte jedoch bei ihrer Premiere einen großen Erfolg und fand schnell ihren Weg auf Bühnen weltweit, auch nach Karlsruhe bereits 1837. Die Handlung basiert auf dem Roman „L’Etrangère“ von Victor D’Arlincourt und ist von einer historischen Begebenheit des 12. Jahrhunderts inspiriert. Sie erzählt die dramatische Geschichte von König Philipp II, der seine dänische Prinzessin Ingeborg verstößt, um Agnes-Maria von Andechs zu heiraten. Diese wird zur Titelheldin der Oper und lebt im Exil, verwickelt in eine komplizierte Beziehung.
Regisseur Tobias Ribitzki hat sich für eine halbszenische Präsentation entschieden, die es ermöglicht, die Interaktionen der Charaktere auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Bühne wird durch ein verkleinertes Portal und ein Stufenpodest für den Chor geprägt, während die Kostüme von Maike Pauline Venzlaff-Ruiz und Claire-Sophie Welte gestaltet wurden. Der Badische Staatsopernchor wird in Konzertkleidung auftreten und eine vielseitige Präsenz zeigen, was das Erlebnis der Aufführung zusätzlich bereichert.
Sängerische Höchstleistungen
Die Besetzung verspricht musikalische Höhepunkte: Kammersängerin Ina Schlingensiepen wird als Alaide auf der Bühne stehen und dabei ihre erweiterten vokalen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Jenish Ysmanov als Arturo und Armin Kolarczyk als Valdeburgo überzeugen durch starke Gesangsdarbietungen, während Florence Losseau als Isoletta mit flexiblen Gesang und körperlicher Attraktivität begeistert. Liangliang Zhao wird als Priore auftreten und mit seinem resonanten Bass beeindrucken. Matthias Wohlbrecht in der Rolle des Osburgo führt durch die Aufführung und kommentiert die Handlung, was dem Publikum eine tiefere Einsicht ermöglicht.
Die Musik von Bellini, bekannt für ihre modernen Strukturen und abrupten Pausen, wird von der Badischen Staatskapelle unter der Leitung von Attilio Cremonesi mit akribischer Genauigkeit gespielt. Das Publikum kann sich auf einen Abend voller musikalischer Finesse und emotionaler Tiefe freuen, der mit großem Applaus enden wird.
Besondere Angebote zu Ostern
Zur Feier der Ostertage bietet das Badische Staatstheater eine besondere Promotion an: Beim Kauf von zwei Karten gibt es eine Karte geschenkt! Der Promotion-Code OSTERN_24_BAST kann vom 30. Januar bis 3. März 2024 eingelöst werden, und die gültigen Vorstellungen zu Ostern umfassen unter anderem:
- 24.03.2024 – Kammerkonzert Extra (Konzert)
- 24.03.2024 – Die schweigsame Frau (Oper)
- 29.03.2024 – Romeo & Julia (Schauspiel)
- 30.03.2024 – Per aspera ad astra (Ballett)
- 31.03.2024 – Mephisto (Schauspiel)
- 03.04.2024 – Die Zauberflöte (Oper)
- 04.04.2024 – Die schweigsame Frau (Oper)
- 05.04.2024 – Romeo & Julia (Schauspiel)
- 06.04.2024 – Maria Stuart (Ballett)
- 07.04.2024 – Anna Iwanowa (Schauspiel)
Das Angebot ist auch telefonisch oder an der Tageskasse verfügbar, jedoch nicht mit anderen Ermäßigungen oder Aktionen kombinierbar. Es gilt, maximal zwei Karten pro Veranstaltung einzulösen.
Ein Rückblick auf die Geschichte der Oper
„La Straniera“ hat eine spannende Geschichte hinter sich: Nach ihrem anfänglichen Erfolg geriet die Oper ab Mitte des 19. Jahrhunderts in Vergessenheit. Die halbszenische Aufführung in Karlsruhe, die durch die begleitende Moderation von Tobias Ribitzki bereichert wird, bietet nun die Möglichkeit, diese selten gespielte Oper neu zu entdecken. Die Hauptrolle der Adelaide, die in Wirklichkeit Königin Agnese ist, wird ebenfalls von Kammersängerin Ina Schlingensiepen verkörpert. In dieser Rolle wird sie mit einem emotionalen Spannungsbogen konfrontiert, der den Zuschauer fesseln wird.
Die musikalische Darbietung, das durchdachte Bühnenbild sowie die beeindruckenden Kostüme machen diese Aufführung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Das Publikum ist eingeladen, sich auf eine emotionale Reise zu begeben, die nicht nur musikalisch, sondern auch dramatisch herausragend ist. Es bleibt zu hoffen, dass „La Straniera“ nach dieser Aufführung wieder mehr in den Fokus rückt und ihren Platz im Opernrepertoire findet.