Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Karlsruhe hat sich für das Wintersemester 2026 etwas ganz Besonderes einfallen lassen: einen neuen primärqualifizierenden Bachelorstudiengang Pflege! Damit wird ein frischer Wind in die Ausbildungslandschaft der Pflegeberufe gebracht. Der Studiengang verbindet die staatliche Berufszulassung als Pflegefachperson mit einem akademischen Bachelorabschluss. Wer hätte gedacht, dass man in nur sieben Semestern nicht nur einen Bachelor of Science (B.Sc.), sondern auch die staatliche Zulassung zur Pflegefachperson erlangen kann? Das ist doch mal ein Grund zur Freude!
Der Fokus dieses neuen Programms liegt klar auf den steigenden Anforderungen im Gesundheitswesen. Immer mehr Menschen benötigen qualifizierte Pflege, und genau darauf reagiert die DHBW Karlsruhe. Der Studiengang ersetzt den bisherigen ausbildungsintegrierten Studiengang Angewandte Gesundheits- und Pflegewissenschaften und bietet eine spannende Mischung aus Theorie und Praxis. Theoriephasen an der Hochschule wechseln sich mit Praxisphasen bei regionalen Dualen Partnern ab – Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und ähnliche Institutionen stehen auf der Liste. Hier lernen die Studierenden, wie sie Menschen aller Altersgruppen professionell versorgen, sei es in der Akutversorgung, ambulanter Pflege oder stationärer Langzeitversorgung.
Praxis und Theorie im Gleichgewicht
Die Inhalte sind umfangreich und decken alles ab, was man für eine erfolgreiche Karriere in der Pflege braucht: Prävention, Beratung, Recht, Digitalisierung, interprofessionelle Zusammenarbeit und das wissenschaftliche Arbeiten. Besonders spannend ist der Schwerpunkt auf komplexe Versorgungssituationen, etwa bei chronischen Erkrankungen oder hochkomplexen Pflegebedarfen. So werden die Studierenden bestens auf die Herausforderungen des Berufsalltags vorbereitet. Übrigens, die Studierenden erhalten während ihrer Praxisphasen eine monatliche Vergütung – ein kleiner Bonus, der die finanzielle Belastung während des Studiums etwas auffängt.
Das neue Studienangebot richtet sich an alle, die eine Hochschulzugangsberechtigung haben und bereit sind, sich mit einem zugelassenen Dualen Partner zusammenzuschließen. Aktuell sind noch Studienplätze für den Start im Oktober 2026 verfügbar. Wer also überlegt, in die Pflege einzusteigen, sollte sich schnell entscheiden!
Die Hintergründe des Pflegeberufegesetzes
Das Pflegeberufegesetz, das seit dem 1. Januar 2020 in Kraft ist, hat die Ausbildungslandschaft grundlegend verändert. Es hat die früheren Regelungen des Altenpflegegesetzes und des Krankenpflegegesetzes zusammengeführt – eine wichtige Reform, die den Pflegeberufen neue Perspektiven eröffnet. In den ersten zwei Jahren der Ausbildung gibt es eine gemeinsame, generalistische Ausbildung, die es Auszubildenden ermöglicht, einen Vertiefungsbereich in der praktischen Ausbildung zu wählen. Im dritten Jahr können sie dann den Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ oder „Pflegefachmann“ erlangen. Alternativ stehen gesonderte Abschlüsse in Altenpflege oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zur Verfügung. Diese generalistische Ausbildung wird auch in anderen EU-Ländern anerkannt, was den Pflegeberufen einen internationalen Bezug verleiht.
Aber nicht nur das – das neue Gesetz sorgt dafür, dass Schulgeld nicht mehr erhoben werden darf und Auszubildende Anspruch auf eine angemessene Ausbildungsvergütung haben. Auch die Finanzierung der Pflegeausbildung wird über Landesfonds geregelt, was eine wohnortnahe und qualitätsgesicherte Ausbildung sicherstellt. Ein echter Fortschritt, wenn man bedenkt, wie herausfordernd die Ausbildung in der Vergangenheit oft war.
Mit der Einführung des Pflegestudiums bietet sich zudem die Möglichkeit, neue Karrierewege und Aufstiegschancen zu erkunden. Die Nachfrage nach gut ausgebildetem Pflegepersonal wird in den kommenden Jahren weiter steigen, und der neue Bachelorstudiengang an der DHBW Karlsruhe ist ein Schritt in die richtige Richtung, um dieser Herausforderung zu begegnen. Das ist nicht nur eine Chance für die Studierenden, sondern auch für die gesamte Gesellschaft. So kommt frischer Wind in die Pflege – und darauf können wir alle stolz sein!