Am Abend des 25. Mai 2026, in Karlsruhe, fieberten die Fans von Rapid Wien einem ganz besonderen Fußballspiel entgegen. Die Mannschaft hatte sich im Play-off-Finalrückspiel gegen Ried mit einem klaren 3:0 durchgesetzt. Ein wegweisender Sieg, der nicht nur den Ärger über die vorherige 1:2-Niederlage im Hinspiel wettmachte, sondern auch den Weg für die Teilnahme an der zweiten Runde der Conference-League-Qualifikation im kommenden Juli ebnete. Die Freude war groß, als die Torschützen Jakob Schöller, der in der 26. und 66. Minute traf, und Louis Schaub, der den Endstand in der 92. Minute besiegelte, alles gaben.

Vor 14.604 Zuschauern, die sich trotz der drückenden Hitze ins Stadion wagten, gab es bereits nach fast 18 Minuten die erste Torszene. Nikolaus Wurmbrand hatte mit einem Schuss über die Latte die ersten Nerven der Fans strapaziert. Das erste Tor für Rapid fiel dann in der 26. Minute, als Schöller nach einer Ecke von Bendeguz Bolla zur Stelle war. In der ersten Halbzeit zeigte Rapid einige vielversprechende Aktionen, doch bis zur 40. Minute blieb es beim 1:0.

Der entscheidende Moment

Ried hatte in der ersten Hälfte nur zwei gefährliche Chancen, eine kurz vor und eine nach der Pause, und als Rapid in der 59. Minute beinahe das zweite Tor erzielte – ein Kopfball von Serge-Philipp Raux-Yao wurde auf der Linie geklärt – war es klar, dass Ried nicht mehr offensiv agieren konnte, nachdem Schöller das zweite Tor in der 66. Minute nach einem Eckball von Tobias Gulliksen erzielte. Der Jubel kannte keine Grenzen, und das ungarische Team war auf Erfolgskurs. Louis Schaub krönte die Leistung mit einem Volley in der 92. Minute, was das Ergebnis auf 3:0 festlegte.

Doch während Rapid den Blick nach vorne richtete, musste der Trainer von Ried, Maximilian Senft, den Verein nach dieser Niederlage verlassen. Ein Ende, das für viele nicht nur die sportliche Leistung widerspiegelt, sondern auch die Herausforderungen, die eine solche Saison mit sich bringt.

Europäische Herausforderungen

Die Freude über die Qualifikation für den Europäischen Wettbewerb wurde jedoch bald von der Realität eingeholt. Rapid Wien musste in der aktuellen Conference League eine ernüchternde Halbzeitbilanz mit 0 Punkten und einem Torverhältnis von 1:8 hinnehmen. Der letzte Auftritt endete mit einer Heimniederlage gegen Universitatea Craiova (0:1). Rapid-Coach Peter Stöger war sichtlich enttäuscht und sprach über die Fehler in der Viererkette und die mangelnde Durchschlagskraft seiner Mannschaft. Torhüter Paul Gartler erklärte, dass es nicht an der Qualität liege, sondern an der Umsetzung im internationalen Wettbewerb. Komischerweise war das Team im Vorjahr in der Liga noch dominant mit nur einer Niederlage in der gesamten Saison. Doch jetzt stehen noch drei Spiele an, und die Hoffnung auf eine Rückkehr der verletzten Spieler nach der Länderspielpause schwebt über dem Team.

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Das nächste Spiel ist ein Auswärtsspiel gegen WSG Tirol am Sonntag. Rapid Wien hat noch einiges zu tun, um die Erwartungen zu erfüllen und das Überwintern im internationalen Wettbewerb zu sichern. Die Fans in Karlsruhe und darüber hinaus hoffen auf eine Wende. Und vielleicht, nur vielleicht, ist das der Anfang einer neuen Erfolgsgeschichte.