In Göppingen geht’s bald wieder rund – und zwar beim Maientag! Vom 12. bis 15. Juni 2026 wird die Stadt zum Schauplatz eines Festes, das tief in der Tradition verwurzelt ist und den Abschluss des Dreißigjährigen Krieges würdigt. Das erste Maientagsfest fand bereits 1650 statt und gilt als eines der ältesten Friedens- und Kinderfeste in ganz Süddeutschland. Ein Grund mehr, sich auf die Festtage zu freuen!
Der Maientag steht nicht nur für Freude und Gemeinschaft, sondern auch für ein mitreißendes Programm. Oberbürgermeister Alex Maier hebt die Bedeutung des Festes hervor und setzt auf die Tradition, die das Herz der Göppinger Bevölkerung schlägt. Die Stadtwette, bei der er darauf setzt, dass mindestens 376 Bürger im festlichen Rot-Weiß ins Zelt kommen, verspricht zusätzlichen Anreiz – die ersten 376 Teilnehmer dürfen sich auf eine Rote Wurst oder Pommes und ein Getränk freuen. Und sollte er verlieren, wird er zum Bierzapfen verdonnert. Das ist doch mal ein Wort!
Ein Fest voller Höhepunkte
Das Festgelände vor der EWS-Arena verwandelt sich in einen bunten Jahrmarkt mit Fahrgeschäften, Süßigkeiten und dem großen Festzelt, in dem die Stimmung zum Kochen gebracht wird. Am Freitagabend um 18 Uhr wird der Maientag offiziell mit dem Ansingen in der Stadthalle eröffnet. Der historische Festzug am Samstag, der sich durch die Straßen schlängelt, wird von fast 4000 Mitwirkenden begleitet – eine wahre Augenweide! Dabei wird die Geschichte des Filstals und Göppingen von Geppo bis zur Industrialisierung lebendig.
Am Samstag um 14 Uhr gibt es zudem einen Luftballon-Weitflug-Wettbewerb. Was für eine kindliche Freude! Die Schüler aus den Göppinger Schulen zeigen nicht nur ihr Können, sondern bringen auch aktuelle Themen zur Sprache und machen auf Missstände in der Schul- und Kommunalpolitik aufmerksam. Musikalisch umrahmt wird der Festzug von etwa 20 Musikkapellen aus der Region, die mit ihren Klängen die Besucher in Feierstimmung versetzen.
Ein Fest für alle Generationen
Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Gemeinschaft. Um 18 Uhr findet die Maientagsmotette in der Oberhofenkirche statt, ein besinnlicher Moment im bunten Treiben. Am Montag, dem Familiennachmittag, dürfen sich Kinder und Familien über ermäßigte Preise im Vergnügungspark freuen. Ältere Gäste kommen auch nicht zu kurz: Ein Senioren-Nachmittag mit Kaffee und Kuchen im Festzelt lädt zum Verweilen ein. Die Maientagsplaketten, die von Luca F. Schmidt gestaltet wurden, sind ein weiteres Highlight. Mit 5000 Stück in fünf Farbvarianten und einem Preis von nur 1 Euro, fließen 30 Cent in die Klassenkassen der Schüler – eine tolle Möglichkeit, den Festgeist und die Gemeinschaft zu fördern.
Das Maientagslied, das die Freude an der Natur und die Schöpfung Gottes besingt, wird während des Festes in den Herzen der Menschen erklingen. Und als Höhepunkt des Maientages wird am Montagabend nach Einbruch der Dunkelheit ein traditionelles Feuerwerk gezündet – ein spektakulärer Abschluss für ein Fest, das alle Generationen vereint.
Der Maientag ist jedoch nicht nur ein reines Vergnügen, sondern hat auch historische Wurzeln. Ursprünglich als Abschluss der Schulvisitationen gedacht, hat sich das Fest über die Jahrhunderte weiterentwickelt. Es ist ein lebendiges Beispiel für die Kultur und die Traditionen, die in Süddeutschland gepflegt werden. Die Maientage, die im 15. Jahrhundert ihren Ursprung fanden, haben sich in zahlreichen Orten etabliert, und so spielt auch Göppingen mit seinem Maientag eine bedeutende Rolle in dieser Tradition.