In Freiburg tut sich was! Die Stadt öffnet die Türen für eine spannende Möglichkeit, die vor allem Eltern und pflegenden Angehörigen neue Perspektiven bietet. Die Teilzeitausbildung, die Familien mit besonderen Verpflichtungen in den Fokus rückt, verspricht frischen Wind auf dem Arbeitsmarkt. Wer also schon lange mit dem Gedanken spielt, einen anerkannten Berufsabschluss zu erlangen, aber die Herausforderungen des Alltags nicht aus dem Blick verlieren möchte, sollte sich die offenen Sprechstunden nicht entgehen lassen.
Für Interessierte gibt es gleich zwei Gelegenheiten zur ersten Orientierung: Am Donnerstag, dem 25. Juni 2026, von 15 bis 17 Uhr in der Handwerkskammer Freiburg und am Montag, dem 29. Juni 2026, von 10 bis 12 Uhr im Rathaus im Stühlinger. Voranmeldungen sind nicht nötig – einfach vorbeikommen! Hier wird umfassend informiert über die Voraussetzungen, rechtlichen Rahmenbedingungen und die praktische Umsetzung einer Teilzeitausbildung. Das Modell ist nicht nur für zukünftige Auszubildende gedacht, sondern auch für Unternehmen und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die neue Talente suchen.
Ein Schritt in die Zukunft
Die Veranstaltungsreihe ist Teil des landesweiten „Monats der Teilzeitausbildung“ und wird von mehreren Institutionen unterstützt, darunter die Agentur für Arbeit Freiburg, die Handwerkskammer Freiburg und das Jobcenter Freiburg. Diese Zusammenarbeit zeigt, wie wichtig es ist, Menschen in besonderen Lebenssituationen die Chance auf eine berufliche Qualifikation zu ermöglichen. Denn die Teilzeitausbildung eröffnet nicht nur den Teilnehmenden neue Perspektiven, sondern auch den Betrieben neue Möglichkeiten, spannende und engagierte Auszubildende zu finden.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Im Jahr 2023 waren in Deutschland 7,2 Millionen Mütter und 6,2 Millionen Väter erwerbsfähig und leben mit mindestens einem Kind unter 15 Jahren im Haushalt. Eine beachtliche Zahl! Dabei waren 68 % der Mütter und beeindruckende 92 % der Väter erwerbstätig – und das oft nicht unterbrochen von Elternzeit oder Mutterschutz. Die Herausforderung, Arbeit und Familienleben zu vereinbaren, ist also nicht nur ein leeres Schlagwort, sondern Realität für viele.
Vorteile der Teilzeitausbildung
Gerade für Mütter kann die Teilzeitausbildung eine echte Hilfe sein. Die Erwerbstätigenquote der Mütter variiert zwar je nach Alter des jüngsten Kindes, doch das Modell der Teilzeitausbildung könnte es ermöglichen, die berufliche Entwicklung besser an die familiären Gegebenheiten anzupassen. Mit 40 % sind es Mütter mit einem Kind unter 3 Jahren, die erwerbstätig sind – was zeigt, dass viele Frauen in dieser Lebensphase vor Herausforderungen stehen. Im Gegensatz dazu sind 84 % der Mütter mit Kindern zwischen 10 und 14 Jahren erwerbstätig, was deutlich macht, dass die Situation sich mit zunehmendem Alter der Kinder oft entspannt.
Der Osten Deutschlands zeigt zudem eine höhere Erwerbsbeteiligung bei Müttern mit Kleinkindern im Vergleich zum Westen. Das könnte an unterschiedlichen Betreuungssituationen liegen. Fakt ist: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein Thema, das viele betrifft und auch weiterhin beschäftigen wird. Es ist also an der Zeit, neue Wege zu gehen und die Teilzeitausbildung als Chance zu erkennen.
Die offenen Sprechstunden in Freiburg sind ein erster Schritt, um diese Herausforderung anzugehen und den Weg für eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben zu ebnen. Wer sich also fragt, wie das alles unter einen Hut zu bringen ist – der sollte sich die Zeit nehmen, vorbeizuschauen und die Möglichkeiten auszuloten. Irgendwie kann es nicht schaden, sich einfach mal zu informieren und vielleicht den ersten Schritt in eine neue berufliche Richtung zu wagen.