Freiburg im Breisgau hat am Sonntag, dem 26. April 2026, erneut die Wahlurne geöffnet, und die Freiburgerinnen und Freiburger haben entschieden. Martin Horn, der parteilose Oberbürgermeister, wurde in einer spannenden Wahl im ersten Wahlgang mit 52,9 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Diese Wahl war für Horn besonders, da er keinen zweiten Wahlgang benötigte, um seine zweite Amtszeit zu sichern. Unterstützt von der SPD und der FDP, die in der Stadt unter zehn Prozent Einfluss haben, konnte Horn seine Position festigen, während seine Hauptkonkurrentin, Monika Stein, von der Linksgrün-Partei nur knapp 30 Prozent der Stimmen erhielt.

Die weiteren Kandidierenden, darunter Achim Wiehle von der CDU mit 10,5 Prozent sowie mehrere andere, darunter der AfD-Kandidat Karl Schwarz, der lediglich 2,2 Prozent der Stimmen erhielt, blieben chancenlos. Horn, der 2018 im zweiten Wahlgang gegen den damaligen grünen Oberbürgermeister Dieter Salomon gewonnen hatte, bezeichnete die Wahl als «Persönlichkeitswahl» und plant, sich auf die dringende Schaffung von bezahlbarem Wohnraum zu konzentrieren.

Wahlbeteiligung und Themen

<pInsgesamt waren 173.007 Freiburgerinnen und Freiburger wahlberechtigt, und die Wahlbeteiligung lag um 10:30 Uhr bei 6 Prozent. Die vorab abgegebenen Stimmen in Form von Briefwahl beliefen sich auf 23 Prozent, was etwa 40.000 Stimmen entspricht. Am Nachmittag, um 16:30 Uhr, waren bereits 28 Prozent der Wahlberechtigten im Wahllokal, was auf eine Gesamtwahlbeteiligung von etwa 52 Prozent hindeutet. Dies ist ein leichter Anstieg im Vergleich zum ersten Wahlgang 2018, wo die Wahlbeteiligung bei 51 Prozent lag.

Die Wahl stand unter dem Zeichen wichtiger Themen wie Wohnen, Umweltschutz, Bildung und der Einführung einer Verpackungssteuer. Martin Horn wird als Favorit gehandelt und steht an zweiter Stelle auf dem Stimmzettel. Sein wichtigster Herausforderer, Monika Stein, die sich für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft stark macht, erreichte bei der letzten OB-Wahl 26 Prozent der Stimmen.

Die Mitbewerber und die Wahlorganisation

Unter den acht weiteren Kandidaten befinden sich Achim Wiehle, ein selbständiger Großhändler von der CDU, und Karl Schwarz von der AfD, der ein Amt für Re-Migration schaffen möchte. Dejan Mihajlović, ein Referent für Demokratiebildung, setzt auf Bürgerbeteiligung, während Florian Braune, ein Rechtsanwalt, kostenlosen Nahverkehr und eine Freiburg-App verspricht. Neben diesen ernsthaften Kandidaten gab es auch drei Spaßkandidaten, unter anderem Vertreter von Die Partei und APPD sowie einen studentischen Kandidaten.

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Für die Wahl waren 139 Wahllokale seit 8 Uhr geöffnet, und 1.550 Wahlhelfer zählten die Stimmen. Die erste Trendmeldung wird gegen 19 Uhr erwartet, während das vorläufige Endergebnis gegen 19:30 Uhr oder 20 Uhr bekannt gegeben werden soll. Falls keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht, wird am 17. Mai 2026 eine Stichwahl notwendig sein.

Martin Horns Amtszeit endet am 1. Juli 2026, und die Bürgerinnen und Bürger Freiburgs haben mit ihrer Wahl nicht nur einen Oberbürgermeister, sondern auch ein klares Signal für die Themen gesetzt, die ihnen am Herzen liegen. Der heutige Tag wird sicherlich als ein bedeutender Moment in der Geschichte Freiburgs in Erinnerung bleiben.