Heute ist der 22. Mai 2026 und in Freiburg im Breisgau wird gefeiert. Angelina, ein junges Mädchen mit einer ganz besonderen Geschichte, begeht ihren 18. Geburtstag. Sie ist ein lebendiges Beispiel dafür, wozu Mut, Entschlossenheit und ein wenig Hilfe von außen fähig sind. Geboren wurde sie 2008 mit einem großen Loch in der Herzscheidewand, was für ihre Eltern eine schreckliche Diagnose war. Doch das Schicksal hatte einen anderen Plan: Mit nur fünf Monaten wurde sie an der Uniklinik Freiburg mit einem Spenderherz gerettet. Ein Held, der ihr Leben veränderte und ihr eine zweite Chance gab.

Angelina war das jüngste Kind in Baden-Württemberg, das eine Herztransplantation erhielt. Ihre behandelnde Ärztin, Brigitte Stiller, hat nicht nur ihr Leben gerettet, sondern auch dafür gesorgt, dass dieser besondere Tag gebührend gefeiert wird. Eine kleine Geburtstagsfeier wurde organisiert, und es ist nicht nur ein Fest, sondern auch ein Zeichen des Lebens und der Hoffnung.

Ein aktives Leben führen

Der Weg war nicht immer leicht. Täglich nimmt Angelina zwölf Tabletten – sieben am Morgen, fünf am Abend. Diese Medikation ist lebensnotwendig, und sie hat gelernt, damit umzugehen. Sie führt ein aktives Leben, geht regelmäßig zum Sport und besucht die Berufsschule. Der Beginn ihrer Ausbildung bei einer Bank ist ein weiterer Schritt in die Selbstständigkeit. Und das Beste? Sie hat sich bewusst entschieden, auf Rauchen und Alkohol zu verzichten, um ihr Spenderherz zu schonen. Ein kluger Schachzug!

Offen über ihre Herztransplantation zu sprechen, ist für Angelina eine Art zu zeigen, dass sie lebt – wirklich lebt. Sie denkt oft an die Familie des Spenders, bleibt aber anonym. Das ist ein zwiespältiges Gefühl: Dankbarkeit und Traurigkeit gleichzeitig. In Deutschland warten über 8.000 Menschen auf eine Organspende, und die Zahlen sind erschreckend. Im Jahr 2025 wurden 985 Organspenden nach dem Tod registriert, was im internationalen Vergleich niedrig ist.

Ein Blick auf die Statistiken

Die Überlebenschancen nach einer Herztransplantation sind ermutigend. Rund 80 Prozent der Patienten überstehen das erste Jahr, und nach fünf Jahren leben noch etwa 70 Prozent mit ihrem neuen Herzen. Besonders Kinder haben oft bessere Überlebenschancen. Seit Angelinas Transplantation wurden am Freiburger Universitätsklinikum 109 Herztransplantationen bei Kindern durchgeführt. Ein Spenderherz kann in der Regel etwa 30 Jahre halten, und die Hoffnung bleibt, dass es für Angelina noch viele weitere Jahre geben wird.

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Im Bundestag wird derzeit über die Einführung einer Widerspruchslösung bei Organspenden diskutiert. Ein Schritt, der vielleicht dazu beitragen kann, die niedrigen Zahlen der Organspenden in Deutschland zu verbessern. Es bleibt zu hoffen, dass solche Maßnahmen bald greifen und mehr Menschen die Chance auf ein neues Leben erhalten.