Das Heidengrabenzentrum auf der Schwäbischen Alb hat im vergangenen Jahr die Herzen von mehr als 20.000 Besucherinnen und Besuchern erobert. Ein echter Magnet für Geschichtsinteressierte und Familien! Es scheint, als ob die Kelten mit ihrer faszinierenden Geschichte nicht nur die Landschaft geprägt haben, sondern auch die Neugier der Menschen wecken. Man könnte sagen, sie sind wieder auferstanden – zumindest in den Köpfen derer, die sich auf eine Zeitreise in die Vergangenheit begeben. Und das ist nicht alles: Die Einnahmen aus dem Bistro und dem Shop haben die Prognosen sogar übertroffen. Eine tolle Nachricht, die zeigt, dass sich der Ort nicht nur als kultureller Anziehungspunkt, sondern auch als wirtschaftlicher Faktor etabliert hat.
Doch wie sieht der Ausblick aus? Der Wirtschaftsplan des Zweckverbands Region am Heidengraben für 2026 sieht Gesamterträge von 366.000 Euro vor – allerdings bei Aufwendungen von 524.000 Euro. Das bedeutet ein Defizit von 158.000 Euro. Aber keine Sorge! Dieses Defizit wird als Teil eines strategischen Auftrags betrachtet, der darauf abzielt, nachhaltige Strukturen für die Region Vordere Alb zu schaffen. Der Betrieb des Heidengrabenzentrums wird als stabil beschrieben, mit dem Ziel, die Kosten langfristig zu decken. Immerhin fließen viele Aufwendungen in interkommunale Zusammenarbeit, touristische Entwicklung und Bildungsprojekte. Ein isolierter Blick auf die Zahlen wäre also etwas verzerrt.
Ein Blick in die Zukunft
Für das Jahr 2026 sind spannende Projekte geplant! Unter anderem wird die Einführung eines digitalen 360-Grad-Panorama-Views angestrebt, um eine Verbindung zwischen Tourismus, Geschichte und regionalem Gewerbe zu schaffen. Der Zweckverband wird als Impulsgeber für gesellschaftlichen Mehrwert und regionale Identität angesehen – ein Vorhaben, das die Lebensqualität und Vernetzung in der Region fördert. Das Heidengrabenzentrum, das am 7. Juni 2024 durch Ministerpräsident Winfried Kretschmann eröffnet wird, ist nicht nur ein Informationszentrum. Es ist ein zentraler Fundort aus der keltischen Ära, der uns eine virtuelle Reise in die Zeit vor 2500 Jahren ermöglicht.
Die bisherigen Investitionen in die Keltenkonzeption von Land und Bund belaufen sich auf stolze acht Millionen Euro! Der Heidengraben gilt zudem als eine der größten befestigten spätkeltischen Siedlungen Europas. Mit einem Informationszentrum von rund 350 Quadratmetern, das die spätkeltische Geschichte interaktiv vermittelt, ist es ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird. Staatssekretär Arne Braun hebt zudem die großartige Zusammenarbeit der Gemeinden Hülben, Erkenbrechtsweiler und Grabenstetten hervor. Aber nicht nur die Gemeinden arbeiten zusammen; auch die Landkreise und Regierungspräsidien ziehen an einem Strang, um die Keltenkonzeption Baden-Württemberg voranzubringen.
Keltenkonzeption in Baden-Württemberg
Diese wurde 2019 beschlossen, um keltische Fundstätten und Museen zu entwickeln und die Wahrnehmung der Kelten zu steigern. Ein Ziel dieser Konzeption ist die Sichtbarmachung des keltischen Erbes und die Vernetzung der Keltenstätten für touristische Vermarktung und Bildungsangebote. Und die Spuren der keltischen Kultur sind im gesamten Land zu finden – vom Rhein bis zur Donau und Iller, sowie vom Bodensee bis zur Tauber, Jagst und Kocher. Es gibt ein starkes kommunales Engagement zur Sichtbarmachung dieser faszinierenden Geschichte. Wer mehr darüber erfahren möchte, findet auf der Webseite www.keltenland-bw.de zahlreiche Informationen zu den Kelten und wichtigen Stätten in Baden-Württemberg.
Die Kelten prägten über acht Jahrhunderte die Region und hinterließen ein reiches Erbe. Es ist beeindruckend, wie die heutige Generation sich für diese Vergangenheit interessiert und sie aktiv in die Zukunft integriert. Man fragt sich, was wohl die nächsten 2500 Jahre für uns bereithalten werden – aber eines ist sicher: Die Kelten werden auch weiterhin einen wichtigen Platz in unserer Kulturgeschichte einnehmen.