In Esslingen tut sich was! Die Stadt hat sich entschieden, die Ladeinfrastruktur für Elektroautos auszubauen. Und das ist mehr als nur ein guter Vorsatz. Der Gemeinderat hat der Einrichtung neuer Ladesäulen zugestimmt, und das nach einem Konzept, das vor etwa zweieinhalb Jahren ins Leben gerufen wurde. Ja, der Weg war lang, und Baubürgermeister Hans-Georg Sigel gibt offen zu, dass der Prozess länger gedauert hat, als ursprünglich geplant. Aber hey, gut Ding will Weile haben!
Ein wichtiger Schritt war die Abstimmung über einen Vertrag für den Aufbau und Betrieb der Ladeeinrichtungen. Die Stadt hat sich Gedanken gemacht, wo die neuen Ladesäulen am besten platziert werden können. Kriterien wie Zufahrtsmöglichkeiten, Besucherfrequenz und die Nähe zu wichtigen Einrichtungen wie Schulen und Sporthallen spielten eine große Rolle. Zunächst wurden 17 Standorte mit 48 Ladepunkten als geeignet erachtet. Aber nach einer gründlichen Überprüfung stellte sich heraus, dass einige davon nicht in Frage kamen. Letztendlich wurden 28 Standorte mit insgesamt 68 neuen Ladepunkten identifiziert. Ein echter Fortschritt, nicht wahr?
Externe Betreiber und wirtschaftliche Aspekte
Die Stadt plant, die Einrichtung der Ladesäulen an externe Betreiber zu vergeben. Das geschieht aktiv, indem die Stadt Betreiber ansprechen wird, die Interesse bekundet haben. Die Angebote werden dann verglichen und anhand von Kriterien wie wirtschaftlicher und technischer Leistungsfähigkeit bewertet. Kommt es zu mehreren gleichwertigen Anbietern, wird ein öffentliches Losverfahren durchgeführt. So bleibt alles transparent und fair!
Die Aufträge werden im Rahmen einer Dienstleistungskonzession mit einer Mindestlaufzeit von bis zu zehn Jahren vergeben. Für jede einzelne Ladesäule wird eine Sondernutzungsgebühr von 50 Euro pro Jahr erhoben, was zu einer jährlichen Einnahme von rund 1500 Euro führt. Die Vergabe erfolgt in vier Losen, die unterschiedliche Anzahl an Ladepunkten an verschiedenen Standorten umfassen. Bis 2030 sollen insgesamt 1000 neue Ladepunkte in Esslingen entstehen. Das klingt nach einer großen Vision!
Bedenken und Anreize für mehr Ladepunkte
Doch nicht alles läuft nach Plan. Es gibt Bedenken, dass die geplanten Ladepunkte nicht ausreichen werden, da die meisten Ladevorgänge zu Hause oder am Arbeitsplatz stattfinden. Der Mobilitätsausschuss hat bereits betont, wie wichtig es ist, Privatpersonen und Investoren zur Einrichtung von Ladepunkten zu motivieren. Es wäre doch schade, wenn wir bei diesem Fortschritt ins Stocken geraten, oder?
Und es ist nicht nur die Stadt Esslingen, die sich um die Ladeinfrastruktur bemüht. Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat ebenfalls einen großen Beitrag geleistet. Seit Februar 2017 bis Juni 2021 wurden insgesamt 300 Millionen Euro bereitgestellt, um den Aufbau von 30.000 Ladepunkten in Deutschland zu fördern. Darunter befinden sich auch knapp 10.000 Schnellladepunkte, die besonders wichtig sind, wenn es um das schnelle Aufladen von Elektrofahrzeugen geht. Diese Förderungen sind ein echter Anreiz für Städte und Gemeinden, aktiv zu werden und ihre Infrastruktur auszubauen.
Im Programm „Ladeinfrastruktur vor Ort“ stehen nochmals 300 Millionen Euro zur Verfügung, um kleine und mittelständische Unternehmen zu unterstützen. Hier können auch natürliche Personen und Gebietskörperschaften Anträge einreichen. Die Zuwendung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss – das klingt doch fair! So wird die Beschaffung, Errichtung, Aufrüstung und sogar die Ersatzbeschaffung von Ladeinfrastruktur gefördert. Ein echter Schub für die Elektromobilität in Deutschland.
Das alles geschieht nicht von ungefähr. Das StandortTOOL der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur wird genutzt, um den Bedarf an Ladeinfrastruktur bis 2030 zu analysieren. Es berücksichtigt Verkehrsströme und sozioökonomische Daten und hilft dabei, eine bedarfsgerechte Planung zu ermöglichen. So wird die Grundlage für eine zukunftsfähige Mobilität gelegt, die nicht nur in Esslingen, sondern in ganz Deutschland an Bedeutung gewinnt.