Am Dienstag, dem 22. April 2026, fand in Kollmarsreute bei Emmendingen der symbolische Spatenstich für eines der größten Umweltprojekte der Region statt: die Renaturierung der Elz. Mit dabei waren Politiker, Verwaltungsvertreter und Schüler der Grundschule Kollmarsreute, die alle dem Start dieses bedeutenden Vorhabens beiwohnten. Regierungspräsident Carsten Gabbert, Oberbürgermeister Stefan Schlatterer und Bürgermeister Fabian Nitz betonten die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Bund, Land und Kommunen, um die Ziele der Revitalisierung zu erreichen.

Die Renaturierung der Elz zielt darauf ab, dem Fluss mehr Raum zu geben und gleichzeitig die Sicherheit vor Hochwasser zu erhöhen. Im Rahmen des Projekts werden Hochwasserdämme zwischen Emmendingen und Denzlingen verlegt, was zusätzliche Überflutungsflächen und naturnahe Flussabschnitte schafft. Diese Maßnahmen sind nicht nur für die Menschen von Bedeutung, sondern auch für die Tier- und Pflanzenwelt, die von den neu geschaffenen Lebensräumen profitieren wird.

Wichtige Maßnahmen und Ziele

Die Dammrückverlegungen gelten als eine der anspruchsvollsten Maßnahmen der Wasserwirtschaft und vereinen mehrere wichtige Ziele: Neben dem zusätzlichen Hochwasserrückhalt wird auch die naturnahe Gewässerentwicklung gefördert, was die ökologische Qualität des Gewässers steigert. Zudem unterstützt das Projekt die Grundwasserneubildung und verbessert den Zugang zur Elz in bestimmten Bereichen. Dies trägt zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität für die Bevölkerung bei.

Die Planungen für dieses umfangreiche Projekt reichen bis ins Jahr 2010 zurück, als erste Konzepte zur Dammrückverlegung entwickelt wurden. Nach erfolgreichen Referenzprojekten zwischen Riegel und Köndringen im Jahr 2016 und Grundsatzbeschlüssen von Stadt Emmendingen und Gemeinde Denzlingen im Jahr 2017, folgten umfangreiche Öffentlichkeits- und Jugendbeteiligungen in den Jahren 2020 und 2021. Die ersten Vorarbeiten, wie die Verlegung einer Gasleitung und Dammertüchtigungen, sind bereits abgeschlossen. Die Umsetzung hat Anfang 2026 begonnen und die Fertigstellung ist für das Jahr 2029 vorgesehen.

Finanzierung und Ausblick

Die Gesamtkosten für die Renaturierung der Elz belaufen sich auf rund 15 Millionen Euro. Diese werden durch den Bund, das Land sowie die Kommunen Emmendingen und Denzlingen finanziert. Mit diesen Investitionen wird nicht nur ein wertvoller Beitrag zum Hochwasserschutz geleistet, sondern auch die ökologische Qualität des Gewässers erheblich gesteigert.

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Insgesamt bietet dieses Projekt eine hervorragende Möglichkeit, Natur und Mensch in Einklang zu bringen und zeigt, wie durch gemeinschaftliche Anstrengungen nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen der Wasserwirtschaft gefunden werden können. Die Renaturierung der Elz könnte somit nicht nur die Lebensqualität der Anwohner verbessern, sondern auch ein positives Signal für zukünftige Umweltprojekte in der Region senden.