Am 5. Mai 2026 wurde in Emmendingen ein spannendes Projekt vorgestellt, das die Innenstadtentwicklung maßgeblich beeinflussen könnte. Unter der Leitung von Dipl. Geogr. Julia Bubbel und TA-Leiter Jo Saar, stellt sich die Frage, wie die beiden Entwicklungsflächen – der Festplatz und das Wehrle-Werk Areal – genutzt werden können, um die Innenstadt zu stärken. Karl-Friedrich Jundt-Schöttle äußerte sich kritisch zur aktuellen Planung der immakomm, die sich stark auf den Standort Festplatz für die Ansiedlung von Lebensmittelanbietern konzentriert. Jundt-Schöttle sieht das als problematisch an, da der Festplatz vor allem als Autostandort wahrgenommen wird und dies nicht gerade zur Belebung der Innenstadt beiträgt.
Die Verkaufsflächenobergrenze für einen Supermarkt liegt bei 1850 qm, während Lebensmitteldistributoren auf 1030 qm begrenzt sind. Das lässt Raum für Überlegungen, wo und in welchem Ausmaß Lebensmittelanbieter angesiedelt werden sollen. Jundt-Schöttle fordert eine Überprüfung der immakomm-Aussagen und sieht im Wehrle-Werk Areal eine bessere Möglichkeit zur fußläufigen Anbindung an die Innenstadt. Außerdem könnte dort genug Platz für PKW-Stellplätze geschaffen werden, was die Erreichbarkeit der Innenstadt verbessert.
Wettbewerb mit schnellen Schritten
Am selben Tag wurde auch der Realisierungswettbewerb für das Areal des Festplatzes vorgestellt. Es wird spannend, denn die Ergebnisse sollen bereits Ende des Jahres präsentiert werden. Doch die Ausschreibungsunterlagen enthalten keinen Auftrag für einen weiteren Lebensmittelmarkt, was die Diskussion um die zukünftige Nutzung des Festplatzes weiter anheizt. Die Berichte der Badischen Zeitung am 5. und 7. Mai beleuchten bereits die Kontroversen rund um den geplanten Supermarkt auf dem Festplatz.
Es ist klar, dass die Stadt Emmendingen die Innenstadt nicht nur als Handelsplatz, sondern auch als Lebensraum verstehen möchte. In diesem Zusammenhang wird das Einzelhandelskonzept aus 2023 als Grundlage betrachtet, um die Herausforderungen, die die Digitalisierung und das veränderte Käuferverhalten mit sich bringen, zu bewältigen. Das Ziel ist es, nachhaltige Stadtentwicklung und Regionalität in Einklang zu bringen. Maßnahmen zur Stärkung der Innenstadt und zur Vermeidung von Leerständen stehen dabei im Fokus.
Technologie und Datenschutz
Ein weiterer Aspekt, der nicht unbeachtet bleiben sollte, ist die Nutzung von Technologien zur Analyse der Website-Nutzung. Hierbei werden personenbezogene Daten, wie IP-Adressen und Browser-Informationen, erhoben, um die Leistung der Online-Dienste zu verbessern. Das alles geschieht unter strengen Datenschutzrichtlinien, die sicherstellen, dass gesammelte Daten nicht für andere Zwecke verwendet werden. Die Stadt Emmendingen hat hier ein wachsames Auge darauf, denn auch bei der Stadtentwicklung geht es um die digitale Zukunft.
Die Herausforderungen, die sich aus der Entwicklung der Innenstadt ergeben, sind vielfältig. Sie reichen von der Frage, wie man das Kaufverhalten der Bürger in einer zunehmend digitalen Welt ansprechen kann, bis hin zu Überlegungen, wie man den öffentlichen Raum so gestaltet, dass er für alle attraktiv bleibt. Die geplanten Maßnahmen werden auch die Biosphäre als wichtigen Gesichtspunkt einbeziehen, was die Stadt Emmendingen auf einen nachhaltigen Entwicklungspfad führt.
Die kommenden Monate werden auf jeden Fall spannend. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Pläne konkretisieren und welche Impulse die Bürger von Emmendingen einbringen werden. Die Stadtentwicklung ist ein gemeinschaftlicher Prozess, und jeder Beitrag zählt. Ein Blick in die Zukunft könnte uns zeigen, wie lebendig und nachhaltig unsere Innenstadt werden kann.