Ellwangen erblüht: Landesgartenschau 2026 als Motor für Wandel und Nachhaltigkeit
Am Freitagmorgen läutete die Bürgergarde mit festlichen Böllerschüssen den Startschuss für die Landesgartenschau 2026 in Ellwangen ein. Zeitgleich öffneten sich die Pforten des Gartenschaugeländes für die ersten Besucher, die bereits eine Stunde vor der Eröffnung am Haupteingang warteten. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bezeichnete Ellwangen in seiner Eröffnungsrede als Teil der „Best of Baden-Württemberg“ und betonte die Bedeutung der Landesgartenschau für Natur und Menschen.
Die Eröffnung, die nach sieben Jahren akribischer Vorbereitung stattfand, wurde von Oberbürgermeister Michael Dambacher (CDU) begleitet, der in seiner motivierenden Ansprache den mehr als 1.000 Ehrenamtlichen dankte, die zur Realisierung der Gartenschau beigetragen haben. Um 9 Uhr ertönten die Schüsse der Bürgergarde, und das Gelände öffnete seine Tore. Kretschmann hob hervor, dass die Landesgartenschau mehr als nur Blumen und Gärten sei. Es handele sich um ein Zukunftsprojekt, das die Stadt Ellwangen lebenswerter mache.
Vielfältige Attraktionen und Veranstaltungen
Die Landesgartenschau in Ellwangen, die bis zum 4. Oktober 2026 dauert, bietet ein umfangreiches Programm für Naturfreunde, Familien und Kulturinteressierte. Unter dem Motto „Lust am Wandel“ entstanden während der Vorbereitung drei Parks: der Stadtpark, der urbane Brückenpark und der naturnahe Auenpark. Für die Daueranlagen der Gartenschau wurden Kosten in Höhe von 53 Millionen Euro investiert, wobei rund die Hälfte durch Land und Bund finanziert wurde. Insgesamt beliefen sich die Investitionen von Stadt und Landesgartenschau auf über 85 Millionen Euro.
Am Vormittag begannen zwei Wettbewerbe in den Schaugärten: der Landschaftsgärtner-Cup Baden-Württemberg und der südwestdeutsche Friedhofsgärtner-Cup. Zudem fand am Abend die LGS Opening Party Night im Kino Regina für junge Menschen ab 16 Jahren statt. Rund 2.400 Veranstaltungen sind in den kommenden Monaten geplant, um den Besuchern ein unvergessliches Erlebnis zu bieten.
Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung
Die Landesgartenschau ist nicht nur ein Fest der Blumen und Gärten, sondern auch ein Motor für nachhaltige Stadtentwicklung. Die Auwiesen in Ellwangen wurden renaturiert, und es entstanden neue Parks sowie eine Brücke und ein Jugendzentrum. Umweltminister Winfried Hermann und der Ulmer Baubürgermeister Tim von Winning, der den Zuschlag für die Landesgartenschau 2030 erhalten hat, zeigten sich erfreut über die Fortschritte, die durch die Gartenschau möglich wurden.
Die Bedeutung von Landesgartenschauen in Baden-Württemberg erstreckt sich weit über die Veranstaltung selbst. Sie steigern die Lebensqualität in Städten und Gemeinden, schaffen grüne Freiräume und fördern bürgerschaftliches Engagement. Seit 1980 wurden über 870 Hektar Freiräume gestaltet und gesichert, wobei das Land Baden-Württemberg rund 126 Millionen Euro als Investitionszuschüsse bereitgestellt hat. Diese Veranstaltungen verleihen Städten und Regionen einen Entwicklungsschub und tragen zur Schaffung neuer Parks und Stadtsanierungsmaßnahmen bei.
Mit der Eröffnung der Landesgartenschau 2026 in Ellwangen wird nicht nur ein neues Kapitel in der Stadtentwicklung aufgeschlagen, sondern auch ein nachhaltiger Beitrag zur Natur- und Umweltbildung geleistet. Die kommenden Monate versprechen eine Vielzahl von Veranstaltungen und kulturellen Höhepunkten, die das Leben in Ellwangen bereichern werden.
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