Heute ist der 30.05.2026 und in Varna, Bulgarien, findet gerade die Europameisterschaft in der rhythmischen Sportgymnastik statt. Ein Event, das nicht nur die Herzen der Zuschauer höher schlagen lässt, sondern auch die Athletinnen selbst an ihre Grenzen führt. Unter den 372 Gymnastinnen aus 43 Nationen sticht eine ganz besonders heraus: Darja Varfolomeev. Die 19-Jährige hat vor wenigen Stunden ihren ersten EM-Titel im Mehrkampf gewonnen, und das trotz heftiger Zahnschmerzen und Übelkeit, die sie seit Donnerstag plagen. [Tagesschau]
Mit einem beeindruckenden Auftritt in allen vier Übungen, inklusive einer neuen Keulenübung, hat sie nicht nur die Konkurrenz, sondern auch sich selbst übertroffen. Am Ende des Tages stand sie mit 1,4 Punkten Vorsprung auf der goldenen Spitzenposition, während die bulgarische Stiliana Nikolova den zweiten Platz belegte. Die Titelverteidigerin Taisiia Onofriichuk aus der Ukraine musste sich mit dem dritten Platz zufrieden geben.
Ein Wettkampf voller Herausforderungen
Die Europameisterschaft, die vom 27. bis 31. Mai stattfindet, ist für die Athletinnen ein wahrer Härtetest. Die Wettbewerbe sind nicht nur für die Seniorinnen in Einzel- und Gruppenwettkämpfen herausfordernd, sondern auch für die Juniorinnen, die ausschließlich im Einzel antreten. Der neue Modus im Einzel-Mehrkampf-Finale, der die Teilnehmerzahl nach den ersten beiden Übungen auf die Top Ten reduziert, bringt zusätzlichen Druck mit sich. Da ist es umso beeindruckender, dass Varfolomeev in der Qualifikation und im Finale so stark auftrumpfen konnte.
Die deutschen Gymnastinnen, darunter auch Varfolomeev, Viktoria Steinfeld und Lada Pusch vom TSV Schmiden, haben sich in diesem Jahr besonders gut vorbereitet. Steinfeld belegte beim World Challenge Cup in Portimao bereits den fünften Platz im Bandfinale, was ihren guten Formstand unterstreicht. Pusch hingegen feierte bei den letzten Europameisterschaften in Tallinn ihr Debüt im Finale – ein Schritt in die richtige Richtung.
Das große Finale steht bevor
Doch der Wettkampf ist noch lange nicht vorbei! Am Sonntag hat Varfolomeev die Möglichkeit, gleich drei weitere EM-Goldmedaillen im Ball, Reifen und Band zu gewinnen. Es bleibt spannend, und die Vorfreude auf die Einzelgeräte-Finales wächst. Diese finden am 31. Mai statt und werden live auf swr.de/sport sowie in der ARD-Mediathek übertragen. Wer weiß, vielleicht wird Varfolomeev an diesem Tag noch zur Legende ihrer Sportart.
Inmitten all dieser aufregenden Ereignisse bereitet sich die talentierte Sportlerin auch schon auf die Heim-Weltmeisterschaften in Frankfurt am Main Mitte August vor. Ein aufregendes Jahr für die junge Athletin, die bereits Olympiasiegerin, Weltmeisterin und Europameisterin im Einzel ist. Man kann nur erahnen, was für ein Gefühl es sein muss, in diesen Momenten auf der Matte zu stehen – die ganze Welt schaut zu und das Herz schlägt bis zum Hals!