Eine neue Ära des Reisens hat begonnen! Mit der frisch eröffneten Bahnverbindung zwischen Prag und Kopenhagen wird es nun noch einfacher, die beiden Metropolen zu verbinden. Die Züge fahren ohne Umstieg über Berlin und bieten somit ein bequemes und direktes Reiseerlebnis. Die Haltestellen dieser neuen Verbindung sind Prag, Dresden, Berlin und Hamburg, die alle in einem angenehmen Rhythmus angefahren werden.
Der erste Zug, die Nummer RJ 384, verlässt Prag um 6:31 Uhr und erreicht Kopenhagen um 19:38 Uhr. Die Haltezeiten sind ebenfalls attraktiv: In Dresden wird kurz um 8:50 Uhr Halt gemacht, und der Berliner Hauptbahnhof wird um 10:29 Uhr angefahren. Für die Rückfahrt von Kopenhagen steht der Zug um 8:22 Uhr bereit. Aktuell verkehrt täglich ein Zug pro Richtung, wobei die gesamte Fahrzeit etwa 13 Stunden beträgt.
Optimierungen in der Zukunft
Eine Umleitung über Stendal und Uelzen ist notwendig, da zwischen Hamburg und Berlin eine Generalsanierung durchgeführt wird. Reisende müssen sich auf einen Aufenthalt von etwa 80 Minuten in Hamburg-Altona einstellen. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels: Ab dem 14. Juni wird ein zweiter Zug pro Tag und Richtung ins Leben gerufen, und die Umleitung sowie der Aufenthalt entfallen nach Abschluss der Sanierungsarbeiten.
Diese neue Verbindung ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen der Deutschen Bahn, der Dänischen Staatsbahn DSB und der tschechischen ČD. Sie ist Teil eines von der Europäischen Kommission unterstützten Pilotprojekts zur Förderung grenzüberschreitender Bahnverbindungen, das darauf abzielt, den Schienenverkehr in Europa nachhaltig zu stärken.
Vorteile für Reisende
Die Züge sind mit dem ComfortJet der ČD ausgestattet und erreichen Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 230 km/h. Mit insgesamt 555 Sitzplätzen, darunter 99 in der 1. Klasse, bieten sie ausreichend Platz für jeden Reisenden. Zudem gibt es Platz für 12 Fahrräder – ideal für aktive Reisende, die die Städte erkunden möchten.
Die Europäische Kommission unterstützt nicht nur dieses Projekt, sondern fördert insgesamt zehn Pilotprojekte zur Verbesserung des grenzüberschreitenden Bahnverkehrs in der EU. Ziel ist es, zusätzliche Zugverbindungen zwischen Großstädten wie München, Berlin und Hamburg zu ermöglichen. Einige dieser Verbindungen sollen bereits vor dem Sommer 2023 in Betrieb genommen werden, was den Reisenden aus Deutschland neue Möglichkeiten eröffnet.
Zusätzlich sind neue Verbindungen von München nach Budapest und Rom sowie von Stockholm über Nacht nach Berlin geplant. Die EU-Verkehrskommissarin Adina Vălean hebt hervor, wie wichtig es ist, Hindernisse im grenzüberschreitenden Schienenverkehr abzubauen. Der Plan der Kommission sieht vor, den grenzüberschreitenden Bahnverkehr bis 2030 zu verdoppeln und bis 2050 sogar zu verdreifachen.
Diese Entwicklungen sind nicht nur ein Gewinn für die Reisenden, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung einer umweltfreundlicheren Mobilität in Europa. Die neue Verbindung zwischen Prag und Kopenhagen ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ländern und Bahnunternehmen zu einer besseren Erreichbarkeit und Vernetzung führen kann.