Fusion im Nordschwarzwald: Ein neues Zeitalter für den Tourismus in Calw
Heute ist der 12.06.2026 und es gibt Neuigkeiten, die uns in der Region Calw mit einem kleinen Schmunzeln auf die Lippen zaubern. Ein Zusammenschluss, der für viele eine lange Zeit in der Warteschleife hing, wird endlich Realität. Die Tourismusgemeinschaften Albtal plus und die Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald (TNS) haben eine Fusion angekündigt! Ja, Sie haben richtig gehört – ab dem 1. Januar 2027 wird die neue Organisation unter dem Namen „Tourismus GmbH Nordschwarzwald“ an den Start gehen. Ein historisches Aufbruchsignal, wie es der Calwer Landrat Helmut Riegger treffend beschreibt.
Doch was bedeutet das konkret für uns und die gesamte Region? Bad Herrenalb zeigt sich hier als Schlüsselspieler. Der Gemeinderat hat entschieden, im April 2025 aus Albtal plus auszutreten, um jährlich 120.000 Euro zu sparen. Ohne diesen wichtigen Partner stand die Überlebensfähigkeit von Albtal plus auf der Kippe. Und Bad Herrenalb ist nicht allein; auch Dobel und Karlsbad haben ihre Mitgliedschaft gekündigt. Das klingt nach einem kleinen Aufstand, oder? Aber der Wind hat sich gedreht – erste Gespräche zwischen TNS und Albtal plus fanden bereits im Mai 2025 statt und es wurde schnell klar, dass eine Zusammenarbeit für alle Beteiligten vorteilhaft ist.
Ein neues Kapitel für den Tourismus
Mit der Fusion werden die Kräfte von 20 Kommunen über drei Landkreise gebündelt. Das Potenzial ist beeindruckend: etwa 1,8 Millionen Übernachtungen, 14.500 Betten und 200 Betriebe warten darauf, gemeinsam Neues zu schaffen. Die vier Erlebnisprofile, die erarbeitet wurden, sind nicht nur schick, sondern auch einladend: „Natur erleben/Aktiv sein“, „Durchatmen, Loslassen, Erfrischen“, „(Regional) Genießen“ und „Kultur und Tradition entdecken“. Diese Vielfalt macht Lust auf mehr!
Der neue Budgetrahmen der Tourismus GmbH soll bis Ende 2029 auf stolze 960.000 Euro steigen. Es wird spannend zu sehen, wie die Mitgliedsbeiträge der bisherigen Organisationen zusammengelegt werden – einige Kommunen zahlen weiterhin die gleichen Beiträge, die jedoch leicht ansteigen werden. Ein bisschen wie beim Einkaufen: Manchmal muss man für Qualität etwas mehr ausgeben.
Eine starke Zusammenarbeit
Und während die Fusion voranschreitet, wird der Gastronomie-Verein „Feine Adressen im Albtal“ nicht als Gesellschafter integriert, was auf den ersten Blick wie eine verpasste Chance erscheint. Jedoch soll es eine Marketingkooperation geben, die den Verein und die neue GmbH miteinander verknüpfen könnte. Riegger hat dem Gastronomie-Verein sogar einen Platz im Aufsichtsrat angeboten. Das klingt fast schon nach einem Familienfest, bei dem jeder seinen Platz hat!
Die bevorstehende Fusion kann auch als Teil einer größeren Strategie gesehen werden. Schließlich gibt es eine Wohnraumstudie, die den Bedarf in der Region Nordschwarzwald bis 2040 analysiert. Ein wichtiger Punkt, denn eine blühende Tourismusbranche braucht auch einen soliden Wohnungsbau. Die Studie zielt darauf ab, Wohnraum durch Nachverdichtung und die Wiederbelebung leerstehender Gebäude zu schaffen. Ein kluger Schachzug, der die Region nicht nur für Touristen, sondern auch für neue Bewohner attraktiver machen könnte.
Mit all diesen Entwicklungen steht ein spannendes Kapitel für die Region Calw und den Nordschwarzwald bevor. Man darf gespannt sein, wie sich die Dinge entwickeln werden und ob die Synergien, die alle erhoffen, auch wirklich fruchten – aber das ist eine andere Geschichte.
