Die Hitzewelle macht den Landwirten im Breisgau-Hochschwarzwald zu schaffen. Das Thermometer überschreitet oft die 22-Grad-Marke, und das hat unmittelbare Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Kühe. Andreas Lorenz, der eine Beregnungsanlage in seinem Stall in Oberried betreibt, weiß genau, wovon die Rede ist. Um seinen Tieren ein wenig Erleichterung zu verschaffen, setzt er seit 2018 auf Sprühnebel. Die Kühe verbringen den Tag im Stall und dürfen erst nachts auf die Weide, was die Hitze draußen nicht minder erdrückend macht. Einmal tief durchatmen, und dann gleich wieder zurück ins kühle Nass – so oder so ähnlich könnte man die Situation beschreiben.

Die hohen Temperaturen sind nicht nur unangenehm, sie mindern auch die Futteraufnahme und damit die Milchproduktion. Ein Teufelskreis, aus dem es kein Entkommen gibt, wenn der Sommer sich von seiner heißesten Seite zeigt. Und während Lorenz versucht, seinen Kühen mit technischen Mitteln etwas Gutes zu tun, hofft Eugen Tritschler aus Titisee-Neustadt auf Regen. Seine Weiden sind verbrannt, und die Aussicht auf weniger Milchproduktion macht ihn besorgt. Er hat noch Futterreserven vom Vorjahr, aber die dürften nicht lange reichen. Dringend braucht er drei bis vier Liter Regen pro Quadratmeter – und das möglichst bald.

Stallklima und Hitzestress

Die extreme Trockenheit hat auch die Wasserquellen vieler Landwirte beeinträchtigt. Tritschler hat Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von sechs Kubikmetern, aber das reicht nicht ewig. In der Zwischenzeit erntet Michael Fröhlin aus Buggingen schon Gerste und Weizen, die aufgrund der Hitze viel zu früh reif geworden sind. Er berichtet von Ernteverlusten von bis zu 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und die Ernte als Futtermittel zu verkaufen, weil die Qualität für Lebensmittel nicht ausreicht? Das ist nicht die Wunschvorstellung jedes Landwirts. Selbst wenn der Regen in den nächsten Tagen kommen sollte, ist es für Fröhlin zu spät, um seine Weizenernte zu retten. Ein bitterer Beigeschmack bleibt.

Bejola, ein Unternehmen, das sich auf Stallklimakonzepte spezialisiert hat, bietet Lösungen, um das Stallklima für Rinder zu verbessern. Saubere Lüftungsführung, kontrollierte Temperatur und Feuchtigkeit sowie die Reduktion von Staub und Insekten sind zentrale Punkte. Mit der richtigen Technik kann Hitzestress gesenkt und die Gesundheit der Tiere gesichert werden. Kühe erleben bereits über 900 Stunden Hitzestress pro Jahr – das ist ein ganz schöner Hammer! Bei Temperaturen zwischen 22 und 24 Grad Celsius fangen die Probleme an. Und die Lösung? App-gesteuerte, modulare Systeme, die nicht nur die Temperatur, sondern auch die Luftqualität im Stall überwachen.

Die Folgen des Klimawandels

Der Klimawandel hat längst auch die Landwirtschaft erreicht. Steigende Temperaturen sind nicht nur unangenehm, sie führen auch zu Stoffwechselstörungen bei Tieren und mindern deren Leistungsfähigkeit. Rinder, Schweine und Geflügel leiden unter Hitzestress, was sich auf die Futteraufnahme und die Produktivität auswirkt. Die Milchleistung sinkt, und auch die Fruchtbarkeit der Tiere kann beeinträchtigt werden. Vor allem in der Intensivhaltung sind die Tiere auf maximale Leistungen ausgelegt, was die Situation nicht besser macht. Es wird immer deutlicher: Die landwirtschaftlichen Betriebe müssen sich anpassen, um ihre Tiere gesund zu halten und eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten.

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In diesen turbulenten Zeiten, in denen die Landwirtschaft mit den Herausforderungen des Klimawandels ringt, zeigt sich, wie wichtig es ist, die Weidemanagement-Strategien zu überdenken. Schatten und Wasserversorgung für die Tiere müssen sichergestellt werden. Doch trotz aller Herausforderungen gibt es auch Möglichkeiten, die anhaltenden extremen Wetterbedingungen zu umgehen. Die Züchtung robuster Pflanzen und widerstandsfähiger Tiere könnte entscheidende Fortschritte bringen. Die Zukunft der Landwirtschaft im Breisgau-Hochschwarzwald ist also noch lange nicht entschieden. Ein bisschen Hoffnung bleibt, dass der Regen bald kommt und die Böden wieder aufatmen können.

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