Freibad unter Druck: Neue Sicherheitsmaßnahmen nach Konflikten mit elsässischen Besuchern
Heute ist der 13.07.2026 und in den Freibädern von Kehl und Müllheim, zwei charmanten Städten in Baden-Württemberg, hat sich einiges getan. Die letzten Wochen waren alles andere als entspannt. Immer wieder kam es zu Konflikten – besonders mit jungen Männern aus dem Elsass. Das hat die Verantwortlichen dazu gebracht, neue Sicherheitsmaßnahmen einzuführen. Im Freibad Auenheim in Kehl gab es Ende Juni einen Vorfall, bei dem 50 bis 60 junge Männer versuchten, ohne Eintritt ins Bad zu gelangen. Das ist natürlich ein No-Go! Um solchen Vorfällen einen Riegel vorzuschieben, hat die Stadt Kehl die maximale Besucherzahl von 1.600 auf 1.400 Personen gesenkt und Ausweiskontrollen eingeführt.
Badegäste müssen beim Kauf einer Tageskarte ihre Personalien hinterlegen und einen Lichtbildausweis vorzeigen. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Badeverbot für den Rest der Saison rechnen. In Müllheim sieht die Lage nicht viel besser aus. Hier gab es in dieser Saison bereits zwölf Polizeieinsätze – darunter Körperverletzung, Diebstähle und Belästigungen. Ein echter Weckruf für die Stadt und die Freibadbetreiber! Auch hier wurde die Badeordnung verschärft: Fotografieren ohne Zustimmung ist tabu, und Alkohol oder Drogen haben ebenfalls keinen Platz am Beckenrand. Taschen und Ausweise werden kontrolliert, und die Polizei wird bei Straftaten sofort hinzugezogen.
Die Ansichten der Bürgermeister
Bürgermeister Martin Löffler von Müllheim äußerte, dass die neuen Maßnahmen möglicherweise wirksam sind, aber eine abschließende Evaluierung sei noch zu früh. Die Maßnahmen sind vorläufig und sollen überprüft werden, sobald sich die Situation entspannt. Ein Punkt, der nicht unerwähnt bleiben sollte, ist die hohe Zahl an Besuchern aus dem Elsass. Diese erklärt sich durch das begrenzte Angebot an Freibädern in der Region. Die Mehrheit dieser Gäste hält sich an die Regeln und ist willkommen. Das ist ja auch das Ziel – ein friedliches Miteinander.
In Berlin haben die Verantwortlichen ähnliche Maßnahmen nach Ausschreitungen in Freibädern eingeführt. Personalisierte Online-Tickets und Videoüberwachung sind jetzt Teil des Sicherheitskonzepts. Ein Gericht in Berlin hat die Rechtmäßigkeit dieser Maßnahmen bestätigt, was zwar einige Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes aufwarf, aber die Sicherheit der Badegäste hat wohl Vorrang.
Sicherheit in Schwimmbädern – eine gemeinsame Aufgabe
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat ebenfalls eine Publikation zur Sicherheit in Freibädern veröffentlicht und begrüßt die neuen Maßnahmen. Bundesvorsitzender Jochen Kopelke spricht von mehreren Gewaltvorfällen in den letzten Jahren und betont, dass die Sicherheit in Schwimmbädern eine gemeinsame Aufgabe ist. Die Polizei, Badbetreiber, Sozialarbeiter und kommunale Behörden sollen eng zusammenarbeiten, um die Sicherheit für alle Badegäste zu gewährleisten. Kopelke appelliert an die Besucher, sich an die Regeln zu halten – denn nur so können Freibäder sichere Orte der Freude und Erholung bleiben.
Ein Punkt, der nicht unter den Tisch fallen sollte, ist die angemessene Personalausstattung der Bäder. Diese Verantwortung liegt bei den Städten und Kommunen, und hier gibt es sicherlich noch Luft nach oben. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickeln wird und ob die neuen Maßnahmen tatsächlich Früchte tragen.
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