In den letzten Monaten war es ein heißes Thema im Kandertal, und jetzt gibt es endlich Licht am Ende des Tunnels: Der Streit um die Stromkonzessionen in dieser malerischen Region ist beigelegt. Badenova Netze und naturenergie netze haben sich nach intensiven Verhandlungen auf die Übergabe der Stromnetze in gleich zehn südbadischen Gemeinden geeinigt. Das klingt vielleicht nicht nach dem aufregendsten Thema, aber für die betroffenen Kommunen – dazu zählen Binzen, Efringen-Kirchen, Eimeldingen, Fischingen, Inzlingen, Kandern, Neuenburg-Steinenstadt, Rümmingen, Schallbach und Wittlingen – ist das eine riesige Sache!
Ab dem 1. Januar 2027 wird Badenova Netze die Infrastruktur übernehmen, was für viele eine große Erleichterung darstellt. Während einer einjährigen Übergangsphase bleibt naturenergie netze jedoch noch Betreiber des Netzes im Pachtmodell. Das bedeutet eine gewisse Kontinuität, während die vollständige operative Übernahme dann am 1. Januar 2028 erfolgt. Man könnte fast sagen, das ist wie ein gut geplanter Umzug – alles muss genau abgestimmt sein, damit nichts aus dem Ruder läuft.
Partnerschaft für die Zukunft
Beide Unternehmen betonen, dass diese Einigung nicht nur ein schnödes Geschäft ist, sondern die Grundlage für die weitere Entwicklung der Region schafft. Die Bürgermeister, allen voran Andreas Schneucker aus Binzen, haben die Zustimmung der beteiligten Gemeinden gegeben und zeigen sich optimistisch. Hier wird nicht nur an kurzfristige Lösungen gedacht, sondern auch an die Planungssicherheit für die Kommunen. Das ist wichtig, denn Investitionen in die Energieinfrastruktur sind entscheidend für eine zukunftsfähige Entwicklung.
Das hört sich nach einer soliden Partnerschaft an, die auf einem engen Austausch basiert. Und genau das ist der Schlüssel: Die Zusammenarbeit soll nicht nur funktionieren, sondern auch auf Vertrauen und gegenseitigem Verständnis beruhen. Es wird spannend zu sehen, wie sich diese Dynamik in den kommenden Jahren entwickeln wird.
Ein Blick über den Tellerrand
Und während im Kandertal die Weichen für die Energiezukunft gestellt werden, gibt es auch andere spannende Entwicklungen in der Region. Die EnBW hat gerade die zweite Runde ihres Beteiligungsmodells „EnBW vernetzt“ angekündigt, das am 1. Juli 2025 startet. Hier können berechtigte Kommunen in Baden-Württemberg sich an der Netze BW beteiligen. In der ersten Runde waren über 200 Städte und Gemeinden am Start – ein echter Erfolg!
Nun sind weitere 400 Kommunen teilnahmeberechtigt. Dieses Modell ermöglicht es den Gemeinden, nicht nur die Zukunft der Strom- und Gasnetze aktiv mitzugestalten, sondern auch an den wirtschaftlichen Erfolgen von Netze BW teilzuhaben. Dirk Güsewell, der Vorstand der EnBW, hebt hervor, wie wichtig die Themen Finanzierbarkeit und Versorgungssicherheit sind. Und das ist nicht nur leeres Geschwafel – es gibt handfeste Zahlen, die den Investitionsbedarf für die nächsten 20 Jahre auf etwa 35 Milliarden Euro schätzen.
Die Erfahrungen aus der ersten Runde sind durchweg positiv. Bürgermeister und Aufsichtsräte der beteiligten Kommunen sind in Entscheidungsprozesse eingebunden, und regelmäßige Konsultationen zwischen EnBW und den Kommunen sorgen dafür, dass alle am gleichen Strang ziehen. Das macht Hoffnung, dass auch in Zukunft die Zusammenarbeit zwischen den Energieanbietern und den Gemeinden Hand in Hand geht.
Insgesamt zeigt sich, dass die Region Breisgau-Hochschwarzwald in der Energiefrage auf einem guten Weg ist. Die Entwicklungen im Kandertal und die Partnerschaften mit EnBW stehen für eine spannende Zeit, in der die Gemeinden nicht nur Zuschauer, sondern aktive Mitgestalter ihrer Energiezukunft sind.