In Biberach, wo die Sonne gerade so richtig aufdreht und die Temperaturen bis zu 40 Grad erreichen, gibt es ernsthafte Probleme mit der Wasserentnahme. Die anhaltende Trockenheit hat dazu geführt, dass mehrere Landkreise in Baden-Württemberg, darunter auch Biberach, heute ein Verbot für die Entnahme von Wasser aus Flüssen, Bächen und Seen erlassen haben. Dieses Verbot gilt zunächst bis Ende Juni. Das Landratsamt hat die kritischen Pegelstände, vor allem bei kleinen Bächen, als Hauptgrund für diese Maßnahme benannt. Wer sich nicht daran hält, muss mit Bußgeldern bis zu 100.000 Euro rechnen – da kann einem schon mal der Schweiß auf der Stirn stehen!

Ähnlich sieht es im Bodenseekreis aus, wo das Abpumpen von Wasser aus sämtlichen Gewässern untersagt ist, sei es für private Zwecke oder für Landwirte, die normalerweise eine Genehmigung zur Bewässerung haben. Ein kleiner Lichtblick: Die Entnahme aus dem Bodensee und das Tränken von Vieh sind weiterhin erlaubt, aber auch hier wird um einen sparsamen Umgang mit Wasser gebeten. Handgeschöpftes Wasser darf zwar entnommen werden, aber es wäre vielleicht klug, sich etwas zurückzuhalten.

Die angespannte Grundwassersituation

Die Grundwassersituation im Land ist angespannter als in den letzten Dürrejahren, und mehr als 20% der jährlich neu gebildeten Grundwassermenge werden entnommen. Das ist nicht ganz ohne – schließlich wird Trinkwasser größtenteils aus Grundwasser gewonnen. Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass die Grundwassererneuerung laut Prognosen der Landesregierung bis 2050 um bis zu 20% und bis 2100 sogar um bis zu 50% sinken könnte. Diese Entwicklung könnte sich als problematisch erweisen, besonders in Regionen wie der Schwäbischen Alb oder den Hochlagen des Schwarzwalds, wo bereits jetzt Engpässe befürchtet werden.

Die Situation wird sogar mit dem Trockenjahr 2020 verglichen, wobei die aktuellen Bedingungen als noch kritischer eingestuft werden, als die von 2003 und 2018. An jeder vierten Messstelle ist ein niedriges Grundwasserniveau festgestellt worden. Auch wenn die Trinkwasserversorgung bisher nicht gefährdet ist, macht die anhaltende Trockenheit den Behörden Sorgen. Lokale Schauer und Gewitter können die Situation nur kurzfristig mildern, und es ist keine nachhaltige Erholung der Pegelstände in Sicht.

Wasserspartipps und Verhaltensänderungen

In Anbetracht dieser Situation hat der NABU einige Wasserspartipps herausgegeben: Kurzes Duschen, das Verbot der Poolbefüllung und keine Rasenbewässerung – wer hätte gedacht, dass das für viele so schwer sein könnte? Und das tropfende Wasserhahn-Problem – ein kleiner Handgriff könnte hier große Wirkung zeigen. Jeder von uns nutzt im Durchschnitt 120 Liter Leitungswasser pro Person und Tag. Da könnte man schon mal überlegen, wie man diesen Verbrauch reduzieren kann.

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In Biberach und Umgebung ist der Sommer erst richtig in Fahrt gekommen, und die Hitze wird uns noch eine Weile begleiten. Aber die erschreckende Realität der Trockenheit und der Wasserentnahmeverbote lässt uns nicht vergessen, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren Wasserressourcen ist. Ob wir das schaffen? Das bleibt abzuwarten.