Heute ist der 7.07.2026 und die Nachrichten aus Deggingen werfen einen langen Schatten auf die vergangene Zeit. Die Staatsanwaltschaft Ulm hat Anklage wegen Mordes gegen einen 70-jährigen Mann erhoben. Es geht um einen Fall, der die Gemüter seit über 40 Jahren bewegt: Der gewaltsame Tod der 31-jährigen Renate Borst. Die grausamen Umstände ihres Sterbens sind nicht nur erschreckend, sie sind auch eine schmerzhafte Erinnerung an die dunklen Seiten der menschlichen Natur.

Im Februar 1985 wurde Renate Borst brutal ermordet. Laut Anklage soll der Verdächtige sie in einem Auto auf einen Waldweg gefahren haben. Dort kam es zu einer schrecklichen Tat, die in das kollektive Gedächtnis der Region eingebrannt ist. Sie wurde gewürgt, was zu einem Bruch des Zungenbeins führte, und extrem gewaltsam gegen ihren Rumpf verletzt. Eine schreckliche Vorstellung, dass jemand so viel Hass und Brutalität in sich tragen kann. Es wird sogar vermutet, dass der Täter sie mit dem Auto überrollte, um seine Spuren zu verwischen. Und das ist noch nicht alles: Nach der Tat wurde Renate entkleidet und an den Beinen mit einem Büstenhalter gefesselt, bevor man sie einen Abhang hinunterzog und mit einem Stein wiederholt auf den Kopf schlug. Ihre Leiche wurde erst zwei Wochen später von Spaziergängerinnen gefunden.

Ein langes Warten auf Gerechtigkeit

Dieser Cold Case, so wird er nun genannt, blieb jahrzehntelang ungelöst. Es war erst eine Hausdurchsuchung im November 2025, die neue Ermittlungen einleitete. Da wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, einschließlich einer entscheidenden DNA-Spur, die nun den Verdacht gegen den Mann untermauert. Es ist kaum zu fassen, dass ein Fall, der über vierzig Jahre lang im Dunkeln lag, plötzlich wieder ins Licht gerückt wird. Der Verdächtige, ein Mann aus Schwendi, befindet sich derzeit in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen. Doch die Staatsanwaltschaft betont, dass er bis zur rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig gilt – eine rechtliche Feinheit, die in solchen emotional aufgeladenen Fällen oft nicht leicht zu akzeptieren ist.

Und dann gibt es da noch die aktuelle Verkehrssituation in Deggingen. Während die Polizei ein Auto kontrollierte, das mit acht Kindern besetzt war, saßen diese alle ohne Gurt. Die Erwachsenen, die für die Sicherheit der Kleinen verantwortlich sind, zeigten keine Einsicht. Ein skurriler und besorgniserregender Kontrast zu den schweren Vorwürfen gegen den Mordverdächtigen. Wie kann man in einer Welt leben, in der solch brutale Taten geschehen und gleichzeitig die Verkehrssicherheit so lax gehandhabt wird?

Ein Blick in die Zukunft

Der Fall Renate Borst wird nun von der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Ulm geprüft, die entscheiden muss, ob die Anklage zugelassen wird. Ein weiterer Schritt auf dem langen Weg zur Gerechtigkeit. Die Menschen in Deggingen und der Umgebung halten den Atem an. Wird es endlich zu einer Aufklärung kommen? Die Hoffnung auf Gerechtigkeit ist stark, und doch bleibt ein Gefühl der Trauer um das, was verloren ging. Renate Borst wird nicht zurückkehren, aber vielleicht kann ihre Geschichte dazu beitragen, dass solche Taten in Zukunft verhindert werden.

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