In der malerischen Kulisse des „Palais Marchet – Villa Strecker Baden“ fand das Gartenkonzert mit dem Titel „In Memoriam Erika Strecker – Erinnerungen an ein Leben voll Musik“ statt. Ein Ereignis, das nicht nur die Liebe zur Musik feierte, sondern auch tief in die bewegte Geschichte der Familie Strecker eintauchte. Die Veranstaltung bot den Zuschauern eine perfekte Verbindung zwischen Melodien, Erinnerungen und der lebendigen Atmosphäre des Ortes, an dem Heinrich Strecker, ein bedeutender Komponist, wirkte.

Das Ensemble „Schrammel & Co“, unter der einfühlsamen Leitung von Thomas Trsek, sorgte für ein mitreißendes Programm. Zu hören waren Wienerlieder, Kompositionen von Heinrich Strecker und Melodien, die Erika Strecker, die Präsidentin der Heinrich Strecker Gesellschaft, liebte. Solisten wie Clemens Kerschbaumer, Claudia Goebl und Beppo Binder trugen mit ihren Stimmen zur emotionalen Tiefe des Abends bei. Auch Vizebürgermeister Markus Riedmayer verstärkte das Ensemble, was dem Ganzen einen zusätzlichen, festlichen Rahmen gab. Herbert Fischerauer, Badens Kulturpreisträger, übernahm die künstlerische Leitung und Moderation und erzählte persönliche Anekdoten, die den Gästen einen Einblick in das Leben und die Leidenschaft der Streckers gaben.

Ein Ort mit Geschichte

Die Veranstaltung im Palais Marchet ist nicht nur eine Hommage an Erika Strecker, die am 21. Dezember 2000 die Heinrich Strecker Gesellschaft gründete, sondern auch eine Würdigung des musikalischen Erbes von Heinrich Strecker selbst. Der Verein hat sich seit seiner Gründung der Förderung des österreichischen Kulturgutes, insbesondere des Wienerlieds und der Operette, verschrieben. Jährliche Sommerkonzerte und das Gartenkonzert, das seit 1986 von der Stadtgemeinde Baden veranstaltet wird, tragen zur Pflege dieses Erbes bei und zeigen die lebendige Musikgeschichte, die das Palais durch seine prachtvollen Räumlichkeiten verkörpert.

Die Heinrich Strecker Gesellschaft hat sich seit 2011 intensiv mit der Aufarbeitung des Lebens und Wirkens von Heinrich Strecker beschäftigt, insbesondere in den Jahren von 1930 bis 1950. Recherchen im deutschen Bundesarchiv in Berlin und die Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Baden zielen darauf ab, ein faktenbasiertes Bild von Strecker zu schaffen. Dabei spielt die Trennung von Person und Werk eine wesentliche Rolle, um die Komplexität seines Lebens zu erfassen.

Das musikalische Erbe

Heinrich Strecker, der Sohn eines Schneidermeisters und seiner aus Wien stammenden Mutter, zeigte schon früh eine außergewöhnliche musikalische Begabung. Nach seiner Rückkehr nach Wien im Jahr 1910 widmete er sich der Musik und fand schließlich seinen Weg zu den Wienerliedern und Singspielen. Seine bekanntesten Werke wie die Operette „Mädel aus Wien“ und das Lied „Drunt’ in der Lobau…“ sind heute Teil des österreichischen Kulturerbes.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Doch Strecker war nicht nur ein Komponist, sondern auch eine umstrittene Persönlichkeit. Seine Mitgliedschaft in der NSDAP und die damit verbundenen politischen Aktivitäten werfen einen Schatten auf sein künstlerisches Schaffen. Nichtsdestotrotz bleibt sein Beitrag zur Musik unbestritten. Der Garten des Palais Marchet, wo jährlich Konzerte zu Ehren von Heinrich Strecker stattfinden, ist ein Ort, an dem die Musik noch immer lebt und die Erinnerungen an eine bewegte Vergangenheit wachgehalten werden.

Die Schenkung der Liegenschaft Marchetstraße 76 an die Stadtgemeinde Baden ist in Kraft, und das Palais wird künftig ein Ort für Hochzeiten, Symposien, Seminare und weitere kulturelle Feierlichkeiten sein. So bleibt das Palais Marchet ein lebendiger Teil der Musikgeschichte Badens und ein Ort, an dem die Traditionen und Erinnerungen der Familie Strecker weitergetragen werden.

Unsere neue VeloCore-Plattform vereint mehrere zentrale Stärken: hervorragende Ladezeiten, hohe Datenschutzstandards und eine wartbare, redaktionell skalierbare Architektur. Die Umsetzung durch Daniel Wom schafft damit eine zukunftssichere und qualitativ hochwertige Basis für unser Magazin.