Das Badener Strandbad steht vor einem ganz besonderen Ereignis: Im Jahr 2026 feiert es sein 100-jähriges Jubiläum. Ein Grund zum Feiern, der nicht nur die Herzen der Einheimischen höher schlagen lässt, sondern auch zahlreiche prominente Gäste anlockt. Der Kick-off des Jubiläums wird mit einem Event eingeläutet, bei dem unter anderem Mirna Jukic, Kurt Faist, Susanne Kraus-Winkler, Andreas Gergen und Thomas Lichtblau erwartet werden. Die Vorfreude steigt, denn die Gäste dürfen sich auf eine Präsentation von „Strandverpflegung wie früher“ freuen – ein nostalgischer Rückblick, der unter anderem saure Milch mit Erdbeermark und frische Eierspeis umfasst.

Ein weiteres Highlight wird die Eröffnung einer neuen Wasserrutsche sein, die von Strandbad-Leiter Harald Gölles, Vizebürgermeister Jowi Trenner und Tourismusdirektor Klaus Lorenz getestet wird. Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli hebt in ihren Ansprachen stets die emotionale Bedeutung des Strandbads für die Stadt hervor. Das große Fest steigt am 24. Juli 2026, genau 100 Jahre nach der Eröffnung, und wird von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner begleitet. Für die Feierlichkeiten ist ein abwechslungsreiches Programm geplant, das Sommerhits, ein Luftmatratzenrennen und sogar einen nachgestellten historischen Sprung vom Sprungturm umfasst.

Besondere Veranstaltungen und lokale Beteiligung

Das Strandbad wird nicht nur für das Jubiläum genutzt, sondern auch für besondere Veranstaltungen wie „Kabarett am Sand“ mit Christoph Fälbl und ein 24-Stunden-Charity-Schwimmen. Eine weitere Attraktion ist „Dancing on the Beach“, das für ein fröhliches Beachparty-Feeling sorgt. Um die Geschichte des Strandbads zu ehren, zeigt das Rollettmuseum eine Sonderschau mit historischen Fotografien und Bauplänen, die die Entwicklung des Bades über die Jahrzehnte nachzeichnet.

Besonders erfreulich ist auch die Beteiligung zahlreicher Badener Unternehmen, die mit kreativen Ideen dazu beitragen, dass das Jubiläum in die Innenstadt ausstrahlt. Eine Jubiläums-Kollektion wird angeboten, damit die Besucher das einzigartige Strandbad-Gefühl mit nach Hause nehmen können.

Ein Blick in die Geschichte des Bäderwesens

Die Wurzeln des Bäderwesens in Österreich reichen weit zurück und sind eng mit der Entwicklung gemeinnütziger Badeanstalten im 19. Jahrhundert verbunden. Diese Bewegung war eine Reaktion auf die zunehmende Industrialisierung und die damit verbundenen schlechten Hygiene- und Wohnverhältnisse. Freibäder entstanden im Donaustrom und Donaukanal, darunter das „kalte Sturzbad“ im Liechtensteinschen Garten und das Kaltbad „Am Tabor“.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die erste Militärschwimmschule wurde 1813 im Prater errichtet und war ein einfacher Holzbau mit Umkleidekabinen und einem Badebecken. In den 1840er Jahren nahm der Aufschwung des Bäderwesens Fahrt auf, als private Bäder mit beheizbaren Schwimmhallen gebaut wurden. Ab 1831 durften auch Frauen schwimmen, und ab 1832 gab es Bäder mit getrennten Bereichen für Männer und Frauen.

Die Donauregulierung von 1869 bis 1875 führte zur Schaffung von Kaltbade-Anstalten und zur Eröffnung des „Städtischen Bades“ in der Nähe der Reichsbrücke im Jahr 1876. Auch nach den Weltkriegen wurde das Bäderangebot kontinuierlich erweitert, was schließlich zur Schaffung zahlreicher Hallen- und Sommerbäder führte. Das Badener Strandbad steht also in einer langen Tradition der Bäderkultur, die bis heute fortlebt und immer wieder neu interpretiert wird.